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Ski fahren mit drei Kindern

Holy Moly – zum Glück entwickeln sich Eltern weiter oder suchen indirekt nach Alternativen. Ansonsten hätte meine Psyche inklusive aller Urängste die Semesterferien nicht überlebt. Und damit meine ich jetzt nicht das erfolgreiche Skirennen oder den Skikurs, das waren dann die Belohnung und der schöne Abschluss. Der Weg dorthin war ein harter, zumindest für meine Nerven. Vielleicht erinnert ihr euch, letztes Jahr stand ich ja nach dem Skifahren mit zwei Pistenhaserln und einem Auffangkommando mit einem Fuß fast in der Nervenheilanstalt. Heuer sind wir sogar einen Schritt weitergegangen – und nein, keine Sorge, nicht die Einweisung. Ich war mit allen DREI  Kindern Ski fahren, und DAS vorm Skikurs. Selber schuld, kann man sich jetzt denken, aber anstatt der Psyche waren dieses Mal die Organe dran. Zum Glück aber nur meine – Herzinfarkt-Alarm sag ich nur…

Doch bevor ich nun zur eigentlichen Geschichte komme, und damit kein falsches Bild entsteht, muss ich kurz einhaken. Auch wenn es vielleicht den Anschein macht, aber wir sind keineswegs die Eltern, deren Kinder mit einem, zwei oder drei Jahren alles können sollen beziehungsweise müssen. Davon halte ich weniger. Sowohl mein Mann als auch ich sind eher relaxt, das Wichtigste ist, dass sie Spaß dabei haben. Und deshalb wären wir auch nie auf die Idee gekommen, die kleinste Prinzessin in die Skischuhe zu stecken. Vor allem auch deshalb nicht, weil sie bereits Eislaufen kann. Ja – zu unserer großen Verwunderung, aber das ist bei Kindern mit älteren Geschwistern scheinbar so. Und eine Wintersportart ist mit zweieinhalb Jahren im Grunde genug, dachten wir uns und wollten die Ski heuer Ski sein lassen. Doch da haben wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht. „Ich auch Ski fahren. Ich auch!“, beharrte sie.

Auf der Piste mit drei Kindern

Und irgendwie wusste ich dann keinen Ausweg mehr, als es tatsächlich zu tun, ansonsten hätten wir wahrscheinlich alle zu Hause bleiben können. Der kleinen Puppe reicht es nach dem zweiten Tag nicht mehr, am Pistenrand zu stehen und abwechselnd mit der lieben Omi oder mir zu rodeln.

So weit, so gut. Als ich dann endlich mit der Maus inklusive drei Paar Socken, weil die Skischuhe doch ein bisschen zu groß sind, zwischen den Beinen bis zur ersten Liftsäule balanciere, stehe ich kurz vorm ersten Herzinfarkt. Die mittlere Zuckerpuppe fährt vor uns, gefühlte fünf Zentimeter vor ihr schneidet ein Bub die Liftspur, ich sehe die zwei schon zusammenkrachen und mein Kind fliegen. „Mama, das war echt knapp“, schreit sie zurück, als er vorbei düst. Definitiv nichts für mein Herz. Die kleinste Schnecke ist in der Zwischenzeit irgendwie zwischen meinen Beinen – mit der Hand halte ich sie zusätzlich noch fest.

Ski fahren mit drei Kindern 2

Der Anfängerhügel: Ski fahren mit drei Kindern

Gemeinsam mit der Midi-Maus steigen wir dann in der Mitte der Piste aus – der Anfängerhügel passt genau für uns. Der große Goldschatz fährt in der Zwischenzeit mit einer lieben Freundin und der Omi, die uns dankenswerterweise begleiten, weiter hinauf zur Endstation. Ich bin wirklich schon sehr stolz auf sie, sie fährt gut und sicher. Obwohl wir in einem kleinen Skigebiet mit nur einem Lift sind, kann und will ich sie jedoch noch nicht alleine fahren lassen. Das ist mir zu unsicher und ich weiß auch warum.

Als ich dann mit den zwei kleinen Mädis am Anfängerhügel stehe und die mittlere Zuckerpuppe starten will, muss ich schon wieder schreien: „Pass auf Schatz – von oben kommt einer!“ Just in dem Moment springt kurz vor uns ein zirka zehnjähriger Bursche aus dem Wald heraus. „Ihr müsst diese Schanze immer im Auge behalten, die Kinder fahren da runter und springen in die Piste – sie können euch nicht sehen“, erkläre ich meinen Lieblingen. Tja… Und während ich dann die kleinste Maus zwischen meine Skier nehme und mit ihr in der Hoffnung, dass uns die Midi-Maus folgt, in großen Bögen den Hügel hinunterfahre, traue ich meinen Augen nicht. Wir werden überholt und das nicht irgendwie, das mittlere Pistenhaserl schneidet uns ziemlich frech den Weg und saust kerzengerade davon. Doch das ist nicht alles – ein paar Sekunden später, fährt schon wieder jemand ziemlich riskant vorbei. Tja, ratet mal, wer das nun war? Ja, meine große Prinzessin. „Mama, schau mal, wie schnell ich bin!“, schreit sie. Mhhhhhh – mein Herz!!!

In diesem Tempo und vielleicht noch schneller geht es dann weiter. Ich bin nur froh, dass nichts passiert ist und sie heil zum Skikurs gekommen sind…. Kinder haben zum Glück Schutzengeln und ich nehme mir das nächste Mal eine Extraportion Baldriantropfen.
Wie geht es euch dabei? Habt ihr Nerven aus Stahl?

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PS: Details über mich, das Alter meiner Mädis, den Mama Blog MamaWahnsinnHochDrei etc. findet ihr hier.

2 Comments
  • Vicki Stadlbauer
    Posted at 23:27h, 19 Februar Antworten

    Hallo Verena,
    ich kann dich verstehen,da müssen wir wohl oder übel alle durch.
    Meine Nerven sind auch nicht die besten vorallem bei solchen Unternehmungen.
    Da wir es aber auch geschafft haben und meine Tochter taffer ist als ich es jemals war denke ich wir müssen
    unsere Mäse einfach machen lassen die kriegen das schon hin.
    LG Vicki

  • Katja
    Posted at 22:59h, 23 Februar Antworten

    Wie früh hat die Kleine denn angefangen mit Ski fahren? Welches Alter würdest du empfehlen?

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