Das Geburtsbuch und meine Geburten

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Ohhh…
Alles rund um die Schwangerschaft und die Geburt ist im Moment auf MamaWahnsinnHochDrei scheinbar omnipräsent. Sorry, ich kann einfach nicht aufhören, über dieses spannende und einzigartige Zeit zu schreiben. Doch keine Sorge: Ich bin nicht schwanger. Zumindest nicht, dass ich es wüsste. ? Heute möchte ich einmal näher auf meine Geburten und die unmittelbare Zeit davor eingehen. Auf die unterschiedlichsten Emotionen der Frau, die sich plötzlich auftun.

Ich hatte drei komplett verschiedene Geburten. Vielleicht auch gerade deshalb würde ich bei der Vierten vieles anders machen (wollen). Ich durfte nämlich das tolle Buch von Nora Imlau – „Das Geburtsbuch – Vorbereiten – Erleben – Verarbeiten“ – lesen und hab trotz drei Schwangerschaften und drei Geburten viel Neues erfahren. Doch dazu später.

Meine Geburten

Baby 1: Meine erste Prinzessin hat mich wortwörtlich überrumpelt. Sie kam dreieinhalb Wochen zu früh auf die Welt – ganz nach dem Motto „Hallo, hier bin ich!“ und „Plötzlich Eltern!“ Naja, so plötzlich dann auch wieder nicht – aber im Grunde sind fünf Stunden für die erste Geburt nicht wirklich viel. Wenn ich mich da mit Freundinnen vergleiche, die sogar bis zu 52 (!) in den Wehen lagen, sage ich laut und leise „Dankeschön“ und bleibe ruhig. Ich habe mich für einen Kreuzstich entschieden, unnötig verlängert wurde damit nichts – zumindest bei dieser Geburt nicht. Alles ging ratzfatz und relativ schmerzfrei. Halleluja und nochmals: DANKESCHÖN!!!

Baby 2: Naja, prinzipiell weniger spannend ! AUA… Noch immer im Gefühlsrausch von der letzten Geburt, habe ich mich voller Enthusiasmus wieder für eine PDA entschieden. Zu meiner Verteidigung: Es lagen nur 16 Monate dazwischen, das Hochgefühl hat also angehalten. Aber: Der Kreuzstich hat nicht gewirkt. Alles zusammen dauerte zwar ebenfalls fünf Stunden, im Gegensatz zum ersten Mal zogen sich diese aber wie ein elendslanger, hartnäckiger und unangenehmer Kaugummi. Wir hatten Mitte August, es war brennheiß, stickig und die Schmerzen waren fürchterlich. Die Anästhesistin stand neben mir, streichelte mich, wischte mir den Schweiß von der Stirn – sie und mein lieber Göttergatte wussten nicht, wie sie mir helfen konnten. Niemand sah die Wehen am piepsenden  Wehenschreiber, die Schmerzen waren dennoch verheerend. Drei Minuten nachdem ich keine Kraft mehr hatte und „Kaiserschnitt! Kaiserschnitt“ rief, war mein Goldengel dann da. Wie das tatsächlich funktionierte, war allen im Raum ein Rätsel, aber sie kam zum Glück natürlich zur Welt.

Baby 3: Das Thema Kind war im Grunde abgeschlossen, zumindest bis zu diesem Moment, als ich komplett überraschend zwei Striche auf dem Schwangerschaftstest entdeckte. Und wieder war neun Monate später die Geburt so komplett anders, so unvorhersehbar. Dieses Mal gab es keinen Kreuzstrich – die Hebamme lenkte mich gekonnt ab, sobald ich das Wort „PDA“ aussprach, kam sie mit ihren Tipps. Sie gab sich große Mühe, sie bereitete mich optimal vor und nahm mir die Angst. „Legen Sie sich so hin! Probieren Sie das!“, sie verkürzte die Zeit, machte mir Bauchwickel, massierte mich. Dann kamen die Presswehen und zwei Wehen später war der Sonnenschein da! Zwar ziemlich schmerzhaft aber dafür kurz, immerhin. Ich bin der Hebamme heute noch für diese sensationelle Betreuung dankbar.

Baby 4: Uiuiuiuiuiui…. Wie schon gesagt, „Das Geburtsbuch – Vorbereiten – Erleben – Vorarbeiten“ von Nora Imlau inspirierte mich. Wirklich! Mit beeindruckenden Fotos behandelt die Autorin die drei Themen Vorbereiten, Erleben und Verarbeiten. Dabei geht sie unter anderem auf die Vor- und Nachteile der verschiedensten Geburtsmöglichkeiten ein: Von der Hausgeburt bis hin zum Wunschkaiserschnitt, sie breitet das gesamte Spektrum aus und beleuchtet die Geburtsarten genauestens. Nora Imlau zeigt, wie der Balanceakt gelingt, sich körperlich und seelisch optimal vorzubereiten und dennoch offen zu bleiben für das Unerwartete, das jede Geburt mit sich bringt.
Neben den ausführlichen Informationen, wie man beispielsweise einen Geburtsplan erstellt und was helfen kann, bekommen die Leserinnen unter anderem auch Tipps zur richtigen Verarbeitung. Sie verrät, was man tun kann, wenn die Geburt anderes verlief als geplant.
Mich persönlich sehr beeindruckt hat das Thema HypnoBirthing, das im Buch ebenfalls sehr ausführlich behandelt wird. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass die Selbsthypnose und Meditationstechniken schon seit vielen tausend Jahren fest in den Geburtsritualen vieler Kulturen verankert sind. Für mich wäre das bestimmt etwas, was ich probieren würde. Ob es dann tatsächlich funktioniert, ist leider nie vorhersehbar.

In diesem Sinne schauen wir, was die Zeit bringt… Das Buch kann ich euch nur empfehlen. Ich für meinen Teil bin dankbar, dass ich trotz allem im Vergleich zu vielen anderen Mamas relativ unkomplizierte Geburten hatte – mir ging es danach immer gut und ich hatte zum  Glück keine Beschwerden. Wie war das bei euch?

 

PS: Details über mich, das Alter meiner Mädis, meinen Mama Blog etc. findet ihr hier.

In Zusammenarbeit mit der Verlagsgruppe Beiz,  Herausgeber des Buches „Das Geburtsbuch  Vorbereiten – Erleben – Verarbeiten“. Die besonderen Schwerpunkte der Verlagsgruppe liegen in den Bereichen Pädagogik, Aus- und Weiterbildung, Sozialarbeit sowie Psychologie. Die Gruppe wird bereits in der sechsten Generation als unabhängiges Familienunternehmen geführt und feiert heuer ihr 175-jähriges Jubiläum. 

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