Bis zum bösen Erwachen…

Eigentlich müsste ich jetzt an einer ziemlich umfangreichen Marktforschung für den Vorstand weiterarbeiten. Aber das Leben schreibt die besten Geschichten, sagt man. Und frau erlebt sie natürlich. Diese möchte ich euch nicht vorenthalten: Ich alleine mit allen drei Mädis – bald 5, 3 ½ Jahre und 7 Monate – bei der Ärztin. Es hat alles reibungslos funktioniert. Zwei davon waren sogar so gesund, dass sie die Impfung bekommen konnten, die ihnen sicherlich schon seit Herbst hinterherläuft. Ich war WIRKLICH stolz auf mich! Komplett im  Adrenalinrausch – wie anno dazumal nach zwei  Spritz Aperol.

Denn es war nicht immer so. Als mein ältestes Mädi noch ein Einzelkind war, lief der Kinderarzt-Besuch folgendermaßen ab: Raus aus der Wohnung, rein in den Lift, runter in den Keller, 50 (!) Meter weiter „spaziert“  zum nächsten Stiegenhaus, hinein in den anderen Lift, hinauf in den 6. Stock und wir waren da. 1 Mädi, natürlich der Göttergatte – damals noch Profisportler mit SEHR SEHR viel Freizeit – und ich. Zwei Erwachsene und ein Kind. Keine längere Anfahrt, keine Parkplatzsuche, nichts.

Da kann man oder frau vielleicht verstehen, warum ich so stolz war! Auch der jetzt arbeitende Göttergatte – mit wenig Freizeit – hat uns gelobt. Doch das böse Erwachen kommt am nächsten Tag! Ich geh‘ mit dem Baby-Mädi + Maxi-Cosi und der bis obenhin vollgefüllten Neverfull XXL – noch immer im Adrenalinrausch und ziemlich high – zum Auto und schau‘ in den Kofferraum. Oh mein Gott: Wo ist BITTESEHR unser Kinderwagen? Meine Stilldemenz war mir in diesem Moment auch nicht gerade behilflich. Bis ich überrissen hab, dass ich beim Einladen der Mädis den Kinderwagen am Gehsteig neben dem Parkplatz stehen lassen hab, sind sicherlich 5 Minuten vergangen und ich bin suchend zwischen Auto und Haus hin- und hergerannt.

Aber Ende gut, alles gut. Nach einem Telefonat mit dem Fundamt und dem Geschäft neben dem besagten Parkplatz war der Kinderwagen wieder da! Vielen lieben Dank, Herr Kikel!

So, bevor ich mich jetzt tatsächlich der Marktforschung widme, noch kurz die Reaktion meines geliebten Göttergattens: Also es gibt keinen Bienen-Buggy – zu teuer zum Stehen lassen, meint er. UND er macht mir jetzt eine Checkliste und klebt sie auf die Sonnenblende.
Checkliste

PS: Nur so nebenbei. Ich möchte bitte hier keine Impfdiskussionen lostreten. Jeder von uns will nur das Beste für seine Kleinen, jeder macht es anders und DARF es anders machen. KissKiss

6 Comments
  • Claudia W.
    Posted at 19:01h, 14 März Antworten

    Liebe Verena! Es freut mich von deinen Mädchen und dir zu lesen. Ist wirklich lustig. Bei mir und meinen zwei buben ist es ähnlich – bis aufs Zöpfe flechten. 🙂 alles liebe Claudia

    • ve³
      Posted at 19:04h, 14 März Antworten

      Liebe Claudia! Es freut mich, dass es dir gefällt… Liebe Grüße

  • Juliette
    Posted at 22:06h, 28 Mai Antworten

    Ist das eine herrliche Geschichte 🙂 Ich kann es aber vollkommen nachvollziehen, im Alltag mit Kindern kann man schon einmal etwas vergessen. Bei mir war es damals die Tasche im Zug, die ich glücklicherweise auch zurück bekommen habe. Der Zettel von Deinem Mann ist aber wirklich herzallerliebst 🙂

  • Maria Müller
    Posted at 14:10h, 22 August Antworten

    super! das erinnert mich an meine gestrige Situation! ich hole meine Tochter (5) mit meinem Sohn (fast 2) vom Kindergarten ab. Nach einem kurzen Schwätzchen gehe ich mit meiner Tochter raus. Kurz darauf kommt die Erzieherin zu mir und fragt mich, ob ich meinen Sohn nicht auch mitnehmen möchte.
    😀

    • little scully
      Posted at 13:50h, 21 Juli Antworten

      Geil 😂😂😂

  • little scully
    Posted at 13:49h, 21 Juli Antworten

    Also Gruß an deinen Mann – würde die Checkliste überarbeiten.
    Kind 2 ins Auto
    Anschnalken
    (Gefahr am größten, dass es auf Straße läuft bzw IM Auto rum klettet).
    Kind 1
    Ein UND anschnallen
    Dann Baby aus Wagen.
    Wagen usw.

    Hey – Wagen, Auto usw. sind ersetzbar!
    Wir sind gute und liebevolle Mamas!

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