Bozen: Die Schuhe und die verlorene Brieftasche…

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Eigentlich habe ich ja vorgehabt, euch nur eine Bilder-Story von unserem wunderschönen Südtirol-Ausflug mit Oma, Opa und Co. zu machen – das gab ja auch letztens. Doch wie kann es anders sein, ganz ohne Zwischenfall geht es bei MamaWahnsinnHochDrei halt nicht. Und die kuriose Geschichte vom schreienden Kind und der verlorenen Brieftasche will ich euch nicht vorenthalten! 

Angefangen hat wieder einmal alles bei den Schuhen: Mein Göttergatte und ich sehen ein tolles Schuhgeschäft für Kinder und visieren es gleich an. Sowohl die mittlere als auch die älteste Prinzessin würden jeweils ein neues Paar brauchen. So weit, so gut. Im Geschäft angekommen, nimmt sich das Sandwich-Kind sofort einen Doc-McStuffins-Schirm, dieser fehlt nämlich in ihrer Liste. Beachtet: es stecken bereits zwei Hello-Kitty-Schirme irgendwie im Kinderwagen. Tatsächlich irgendwie, denn sie erweisen sich als äußerst unpraktisch in den engen Gängen – wir stoßen überall damit an. Wir brauchen definitiv keinen weiteren. Schon gar nicht jetzt!

Schwerstens überzeugt davon, dass sie genau diesen Schirm partout haben will, lässt sie sich nicht überreden, neue Schuhe zu probieren. Nicht einmal die Elsa-Gummistiefel, die sie eigentlich benötigen könnte, lenken sie ab. Sie macht ein Theater, legt sich auf den Boden, schreit und will diesen Schirm. Doch: Nein!! Wir bleiben hart. Die Große „räumt“ in der Zwischenzeit ab: Sie bekommt zwei Paar. Ich gehe mit ihr zur Kassa und zahle. Mein Göttergatte folgt mir mit der Jüngsten, dem Kinderwagen und dem plärrenden Augenstern. Wir schauen, dass wir schnell hinauskommen.

Mit dem noch immer schreienden Sandwich-Kind flüchten wir dann allesamt ins nächste Restaurant. Wir haben Glück, denn es ist nicht gerade einfach, zu elft inklusive der Dramaqueen einen Platz zu ergattern.  Alle setzen sich hin, sie brüllt jedoch weiter und ist nicht zu beruhigen. „Es ist so unfair, ich habe nichts bekommen. Ich will auch die Elsa-Stiefel“, ist jetzt der Grund. Ich wäre ja sitzen geblieben, meinem Göttergatten ist das Theater aber so unangenehm, dass er die Maus zusammenpackt und mit ihr zurück ins Schuhgeschäft geht.

Insgeheim ärgere ich mich darüber – sehr sogar. Ich finde eine Belohnung für dieses Verhalten wirklich nicht in Ordnung. Doch: Nichts da! Ich nehme alles zurück, schäme mich für meine Gedanken und meine wortlose Flucherei, stattdessen sage ich: „Dankeschön!!!“ Denn als meine Prinzessin wieder ins Restaurant kommt, hält sie nicht die Stiefel* sondern MEINE (ja MEINE) Brieftasche in ihren Händchen (inklusive Kreditkarte, Bankomatkarte, Personalausweis, Führerschein, vier E-Cards etc.). „Mama, schau‘ was ich für dich habe“, strahlt sie mich an. Ich bin erleichtert und geschockt zugleich. In der Hektik habe ich nämlich mein Geld und Co im Schuhgeschäft liegen gelassen und es bis dato noch nicht einmal bemerkt. In 1000 Jahren hätte ich mich  nicht mehr daran erinnert, ich wäre überzeugt gewesen, ausgeraubt worden zu sein!

In diesem Sinne bin ich dieses Mal mehr als nur froh, dass meine süße Tochter theaterte und mein lieber Göttergatte nachgegeben hat. Merci!  

*Die Stiefel gab es nicht mehr in ihrer Größe. Plötzlich war das auch ok 😉

PS: Details über mich, das Alter meine Mädis etc. findet ihr hier.

 

1Comment
  • Florentino Topez
    Posted at 08:20h, 17 November Antworten

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