Coronavirus das sagt die Kinderärztin

Coronavirus: Das sagt die Kinderärztin

Eigentlich würde ich jetzt gerne darüber schreiben, dass ich am Wochenende mit meinen Freundinnen in die Therme fahre und wir uns auf eine tolle Mama-Auszeit freuen. Eigentlich ist jetzt aber alles anders. Die Unis und die Fachhochschulen werden gesperrt, Veranstaltungen abgesagt, die Schulen folgen wahrscheinlich und wir stehen vor einer noch nie dagewesenen Situation. Was sagt unsere Kinderärztin dazu und was ist zu beachten?

Coronavirus – das sagt die Kinderärztin!

„Wichtig ist, dass wir nicht panisch werden, die Situation jedoch ernst nehmen“, sagt Dr. Pia Will, meine liebe Freundin und Kinderärztin. „Man weiß bisher zu wenig über das Virus, bekannt ist aber, dass Kinder oft kaum oder keine Symptome zeigen“, so Pia. Das Riskante: Sie können theoretisch nur leicht verkühlt sein und dennoch übertragen. „Wir sollten derzeit darauf achten, dass die Kinder wenig Kontakt zu älteren und immunschwachen Personen haben“, so die Expertin.

Die Symptome

„Die Symptome sind grippeähnlich und werden auch so behandelt. Bei Unklarheiten bitte nicht in die Ordination sondern den Notruf 1450 oder die Kinderärztin anrufen“, erklärt Pia und fügt hinzu: „Wir müssen trotzdem derzeit die Kirche im Dorf lassen. Bei diesen Symptomen ist es im Moment noch viel viel wahrscheinlicher, dass es sich um die normale Grippe handelt. Sie ist zur Zeit weitaus häufiger vertreten.“

Was kann vorbeugend gemacht werden?

„Wie bei so vielen Infektionen gilt, Stress vermeiden, viel Schlaf, Frischluft und gesunde Ernährung“, erklärt Pia.

Weiters schlägt sie – wie auch oft kommuniziert – folgende Maßnahmen vor:

  • Menschenansammlungen meiden
  • Krisengebiete meiden
  • Hände waschen – die Kinder sollen „Happy Birthday“ dabei singen
  • Papiertaschentücher
  • In die Armbeuge niesen
  • Händeschütteln und Küssen vermeiden
  • Abstand halten

 

„Panik hat jetzt keinen Sinn, dennoch müssen wir wachsam sein“, so Pia.

In diesem Sinne: Merci für die schnellen Infos und ich hoffe, wir bleiben vor weiterem verschont.
Und mit den Blumen als Titelbild will ich sagen, dass wir uns trotz allem nicht verrückt machen dürfen und den Kindern den Alltag so weit es möglich ist erleichtern. 

 

Pia Will

 

Dr. Pia Will ist Kinderärztin in Klagenfurt und Velden am Wörthersee.

Sie ist in Linz, Berlin und Baden aufgewachsen. Während der Studien- und Facharztausbildungszeit war sie in Wien und Frankreich. Zur Zeit lebt sie mit ihren drei Lieblingen (10, 13 und 17 Jahre) und ihrem Mann in Klagenfurt.

 

 

 

 

PS: Details über mich und meinen Blog etc. findet ihr hier.

 

1Comment
  • Denise BloggerMum
    Posted at 16:03h, 10 März Antworten

    Mein Problem bei der Sache ist halt, dass ICH diejenige bin mit Risikofaktoren. Die Kinder müssen weiter in die Schule (ich bin aktuell stark dafür, die Schulpflicht gegen eine Lernpflicht auszutauschen und online-Unterricht plus Arbeitsblätter, Bücher und Apps zu ermöglichen). Sie haben Kontakte. Ich kann (und will!) aber den Kontakt zu meinen Kindern nicht beenden. Schulen komplett schließen, muss vielleicht noch nicht sein, aber wir sollten nicht auf italienische Verhältnisse warten, wo es ausser Kontrolle geraten ist. Gesunde Kinder, die nicht in einem Haushalt mit Risikopatienten sind oder selbst Risiken tragen, sollten in die Schule gehen dürfen. Wenn in einer Klasse aber nur 10 statt 30 Kinder sitzen, können alle mehr Abstand halten, so sinkt das Risiko. Man kann Corona sicher nicht mehr aufhalten, aber die Infektionskurve abschwächen.

Post A Comment