Das Genussbaby Mamawahnsinnhochdrei

Das Genussbaby?!

Genussbaby – gibt es das? Gleich am Anfang muss ich allerdings sagen, dass es sich dabei um ein wirklich doofes Wort handelt, ich aber nicht weiß, wie ich es besser auf den Punkt bekomme, schließlich ist jeder Liebling ein Genuss – die klitzekleinen  Händchen, die Fingerchen, der wunderbare Babyduft, die entzückenden Fußis, das Beobachten beim Einschlafen…. Hach… Trotz alledem  ist es für uns Mamas nicht immer einfach. 

Viele haben Glück und es tritt schon beim ersten Baby ein, sie können den kleinen Schatz voll und ganz „genießen“, gehen es relaxt an und saugen jede Minute intensiv auf, kosten jeden Moment aus. Bei mir war das leider nicht immer so, dafür war ich beim ersten Liebling viel, viel zu nervös. So richtig entspannt wahrnehmen konnte ich die erste Phase und Zeit des Säugling- und Baby-Mamaseins erst bei meinem dritten Kind.

Genussbaby – das erste Kind genießen

Denn bei meiner größten Zuckerpuppe war für mich alles so frisch, alles so neu. Ich habe mich so auf dieses kleine Wesen gefreut, dass ich natürlich alles perfekt machen wollte. Tja, da war ich am Anfang wahrscheinlich mein größter Feind. Alles sollte passen – ich stresste mich beispielsweise mit der Frage, welche Creme ich jetzt genau verwenden sollte und machte daraus eine kleine Dissertation – alle Freundinnen und Mütter im Bekannten- und Verwandtenkreis wurden befragt. Elf Frauen – fünfzehn Meinungen und ich war natürlich noch nervöser.

Ehrlich gesagt glaube ich, dass es das Beste war, dass ich sofort wieder schwanger wurde – ich wäre ansonsten zur Gluckenmama par excellence mutiert. Meine liebe Freundin Kathrin, die ja zeitgleich mit mir die Zwillinge hatte, sagte damals ganz unverblümt zu mir: „Ich verstehe nicht, über was du dir Sorgen machst. Du hast einfach zu viel Zeit. Ich komme nicht zum Denken, ich muss tun und es wird schon passen.“ Merci auch hier für diese Ehrlichkeit und für die tolle Freundschaft, sie hatte natürlich recht.

Mit dem zweiten Goldschatz, der ja 16 Monate später kam, ging es dann ruckizucki – mit einem Kleinkind und einem kleinen Baby blieb nicht viel Zeit zum Genießen. Ich musste nun tatsächlich machen und tun. Essen zubereiten. Wickeln. Stillen. Wickeln. Wickeln. Spielen. Stillen. Anziehen. Ausziehen. Essen kochen. Wickeln. Stillen. Ich bin meinen Schatzis und mir selbst hinterhergerannt.

Kind Nummer 3 – ein Genussbaby?

So – wie kommt es jetzt aber zur Kehrtwende? Warum geht es bei mehreren Kindern leichter beziehungsweise was ist ein Genussbaby? Ich habe gerade ein Jahr gearbeitet, als der Schwangerschaftsstreifen ungeplant wieder zwei Stiche zeigte – der Liebling kam exakt drei Jahre beziehungsweise vier Jahre und vier Monate nach den ersten zwei Sonnenscheinen auf die Welt. Und obwohl ich, als die Klitzekleinste gerade mal neun Wochen alt war, wieder ein wenig (drei bis vier Stunden pro Woche) zu arbeiten begann und dann auch den Blog startete, muss ich sagen, dass ich die kleine Maus und die Zeit mit ihr voll und ganz genießen konnte.

Ich war einfach relaxter, ließ mehr zu – hab die großen Lieblinge integriert, obwohl sie im Prinzip noch so klein waren, haben sie es geliebt, mir zu helfen. Sie waren sooo süß und zum Teil so vorsichtig beim Umgang mit ihrer Schwester. Sie haben ihr Windeln gebracht, ihr Lieder vorgesungen und sie gestreichelt. Hach…. Und auch wenn es manchmal zu unangenehmen Zwischenfällen kam, die zum Mamaleben dazugehören, jede Sekunde, jede Minute mit den drei Prinzessinnen war und ist einzigartig. Diese drei Mini-Menschlein sind so einzigartig, sie machen mich komplett und vollkommen.

In diesem Sinne bin ich einfach nur dankbar, mehrere Kinder zu haben – wie schon gesagt, ich wäre ansonsten bestimmt zur Gluckenmama mutiert. Und das wäre nicht gut, weder für das Kind noch für mich….
Wie war das bei euch? Erzählt es mir!

Genussbaby MamaWahnsinnHochdrei

PS: Details über mich, das Alter meiner Mädis, meinen Mama Blog etc. findet ihr hier.

4 Comments
  • Babs
    Posted at 22:13h, 12 Juli Antworten

    Liebe Verena,
    same here! Beim ersten Kind wollte ich auch alles perfekt machen und war oft unsicher-dabei war mein Sohn rückblickend ein echtes Anfängerbaby, nur wusste ich das erst zu schätzen, als meine Tochter 18 Monate später kam. Sie war so ganz anders, Zeit fürs Genießen bleibt mit Kleinkind und Baby kaum. Jetzt wurde der Wunsch nach noch einem Baby immer größer, der Abstand -6 und 4 Jahre- schien perfekt. Gleich schwanger geworden, statt eines pflegeleichten Nachzüglers ????werden es minn Zwillinge! Ich bin gespannt, ob ich da anfangs viel zum Genießen kommen werde….????????????????#mamawahnsinnhochvier

  • Donata Krings
    Posted at 11:20h, 13 Juli Antworten

    Danke für Deine ehrlichen Worte.
    Wie erfrischend. Ich erwarte gerade (SSW 32) Töchterchen Nr. 3 und kann in sehr sehr vielen Dingen mit Dir fühlen, lachen, weinen.
    Dein Blog ist wunderbar. Dir und Deinen drei Mäusen auch weiter alles Liebe und Gute!
    Deine Donata

  • Verena
    Posted at 20:51h, 13 Juli Antworten

    Liebe Verena, und schon wieder ein Text von dir der mich mitten ims Herz getroffen hat. Wenn ich zurück denke wie nervös und teilweise überfordert ich bei der ersten war dann könnt ich mir in meinen Hintern treten ???? Und wie sehr ich unsere zweite jetzt genieße ….. ja das ist mein Genussbaby ???? Und die große mein Genuss-Schulanfänger Mädi. Wäre ich nur früher so relext gewesen. LG und mach weiter so du Supermama

  • kristin geitner
    Posted at 04:00h, 14 Juli Antworten

    Vielen Dank für deine Worte 🙂
    Auch ich kann deine Gedanken und Gefühle sehr gut nachvollziehen.
    Wenn ich daran denke wie überfordert ich teilweise beim ersten Mäuselchen manchmal war.
    Da habe ich ja sogar noch gegooglet was sie haben könnte.
    Bin fast Dauergast beim Kinderarzt gewesen.
    Ich war auch megaaa zickig gegenüber meinem Partner, habe mich selbst immer gefragt ob ich das kann und auch alles richtig mache.
    Wenn ich heute daran zurück denke hatte ich einen an der Klatsche 😀
    Nun habe ich mittlerweile mein 4 Kind zur Welt gebracht und kann sagen ja mit dem 2 vielleicht noch nicht ganz so sehr aber ab dem 3. Kind wird man gelassener, in jederlei Hinsicht.
    Heute sehe ich vieles ganz anders als beim ersten.

    Liebe Grüße

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