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Das Mama-Wohlfühlrad: Die Zeit besser nutzen!

Meine Lieben, ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ehrlich gesagt, mich strudelt es manchmal ziemlich. Vier Kinder, wovon meistens eines krank ist, die Hobbys meiner Lieblinge, der Haushalt, die Wäsche, nicht zu vergessen dieser schöne Blog, neue tolle Projekte, von denen ich euch schon bald mehr verrate, und und und… Um meine Zeit besser zu nutzen und einzuteilen, habe ich Mami-Coach und Autorin Katharina Hofer-Schillen* um ein paar Tipps gebeten und sie hat mir das Mama-Wohlfühlrad gezeigt. Und ich bin mir sicher, es ist auch für euch sehr hilfreich! Katharina zeigt uns mit dieser einfachen Methode, wie wir aus der Zeit mehr machen und das Leben mehr genießen können.  

Das Mama-Hamsterrad

Kennt ihr das Mama-Hamsterrad? Mit dem Auto für die Hobbys der Kinder von A nach Z, dazwischen die Wäsche, Einkaufen und vielleicht noch Kochen und arbeiten? Zugegeben, für meine Freundinnen und für mich bleibt kaum Zeit. Ich bin und bleibe einfach eine miserable Freundin. Und bitte fragt mich nicht, wie ich das dann im Herbst als Sparkassen-Working-Lady schaffen soll… Alleine der Gedanke stresst mich und ich sorge deshalb vor.

Katharina zeigt uns mit einer einfachen Methode oder Coachingübung, wie wir unsere Lebensbereiche optimieren können, jeder individuell für sich. Ihr braucht dafür 20 – 30 Minuten Zeit, ihr werdet sehen, es lohnt sich. Katharina verratet uns alle Details.

Das Wohlfühlrad „Wie rund läuft mein Leben?“

So funktioniert es: Das Lebensrad ist ein Hilfsmittel zur persönlichen Standortbestimmung. Zeichnet dazu einen Punkt in die Mitte eines Blatt Papiers, von dem 6-8 Speichen weggehen (im Bild sieht das dann aus wie eine Sonne). Jede Speiche zählt für einen Lebensbereich, der bei jedem individuell ist. Nehmen wir als Beispiel: Kinder, Partner, Job, Gesundheit, soziale Kontakte, ICH-Zeit.

„Auf einer Skala von null im Zentrum bis zehn am Außenrand wird nun beurteilt, wie dieser Bereich im Moment gelebt wird. Null steht für: gar nicht, zehn für: besser geht`s nicht“, so Katharina und erzählt weiter: „Nehmt euch Zeit und hört in euch hinein, wie fühlt sich dieser Lebensbereich an? Es wird dort ein Punkt gemacht, wo man zu stehen meint. So mittelmäßig gut ist eine 5 und kaum spürbar eine 2. Wenn ihr alle Lebensbereiche durch habt, werden die Punkte miteinander verbunden. Würden alle Lebensbereiche eine Benotung von 10 haben, also ein runder Kreis, wäre das Leben perfekt. Mit der fertiggestellten Skizze könnt ihr klar erkennen, wie groß der Gesamtradius ist, wie rund oder unrund das Leben läuft.“

Wie führe ich nun Verbesserung herbei?

Die zwei bis drei Lebensbereiche mit der schlechtesten Benotung werden dann unter die Lupe genommen. Nehmen wir an, die Partnerschaft fühlt sich nicht gut an. Ihr liegt hier bei einer 3. Jetzt stellt ihr euch die Frage: „Was kann ich tun, damit ich von einer drei auf eine 6 komme?“

„Die Lösungen wären beispielsweise: Einen Tag im Monat ins Kino gehen, am Wochenende zwei bis drei Paarzeit-Stunden einplanen, zweimal im Jahr ein Kurztripp ohne Kids. Natürlich sind hierfür Unterstützer notwendig. Lieblingsmenschen, denen ihr die Kinder anvertraut. Aber davon gibt es mehr als du denkst. Nicht nur die Oma. Auch die Patentante, die Schwägerin, eine Nachbarin, die oft alleine ist, die Tochter der besten Freundin“, rät Katharina und sagt: “ Ihr müsst sie nur fix im Voraus einteilen und die Tage festlegen. Und schon ist dieser Lebensbereich um drei Noten besser. Und wenn es nur der Kinotag ist, immerhin um eine Note besser.“

Katharina hat auch Tipps für den Lebensbereich „Job“. Nehmen wir an, es steht hier beispielsweise eine 4. Was müsste passieren, dass ihr auf eine 6 kommt? In ein anderes Büro umziehen, da das jetzige genau neben der Produktionshalle liegt? Eine andere Aufgabe mit mehr Verantwortung? Weniger Außendienste? Mehr Gehalt? Was ist zu tun, dass ihr wieder motiviert werdet? Welche Schritte sind zu tun, dass sich etwas bessert? Mit dem Chef reden und/oder den Kollegen mit klaren Lösungsansätzen, wie es funktionieren könnte….

Mehr ICH-Zeit

Mein größtes Manko ist der Bereich „ICH-ZEIT“ – bei zwei kleinen Kindern auch schwer, aber dennoch gibt es Verbesserungspotential. Katharina hat auch hier ein paar gute Tipps: „Man kann sich Unterstützung im Haushalt holen wie beispielsweise eine Bügelhilfe. So gewinnst du Zeit für dich.“  Damit hat sie bestimmt recht, neben meinen Kindern zu bügeln ist schlicht unmöglich und ich könnte diese Stresssituation leicht umgehen.

Ein weiterer Punkt ist bestimmt auch, mehr Verantwortung an die Kinder abzugeben. Bei uns passiert vieles so automatisch. Bevor ich meine großen Kinder bitte, ihre Wäsche in den Schrank zu räumen, mache ich es lieber selbst. Ich könnte sie auch öfters bitten, den Tisch abends zu decken – sie machen es gerne. „Du kannst auch während ihrer Hobbys Spazierengehen oder eine Freundin treffen und nicht irgendwo sinnlos warten“, so Katharina und rät weiter: „Diese Dinge. Überlege selbst, du kommst auf viele Lösungen, die es spürbar besser machen. Verantwortung an die Kinder abgeben, die Erleichterung schaffen und du damit an Zeit gewinnst. Kinder und Männer brauchen klare Ansagen. Die sehen nicht was du denkst, dass sie sehen sollten.“

Das Prinzip – nur drei Lebensbereiche

Ich hoffe, ihr habt das Prinzip verstanden. Und warum nur drei Lebensbereiche? „Weil ihr euch nicht überfordern sollt. Wenn diese drei Lebensbereiche spürbar besser geworden sind, nehme dir den nächsten vor. Und unbedingt die Arbeitsblätter aufbewahren und alle 4-6 Monate wiederholen und vergleichen. Wenn sich nicht wirklich viel geändert hat, dann nochmals durchstarten. Von alleine passiert nichts“, rät Katharina.

In diesem Sinne also: „Nicht jammern, sondern ändern!“ Schönen Tag, ihr Lieben und ich hoffe, es hilft euch etwas! Bei Fragen könnt ihr euch gerne an Katharina wenden.
Hier findet ihr übrigens noch einen Post von und mit Katharina – sie hat uns ja bereits verraten, wie wir gelassener werden.

 

Zehn Tipps für mehr Gelassenheit Katharina Hofer-Schillen MamaWahnsinn

*Katharina Hofer-Schillen (47) stellte ihr Leben vor mehr als 15 Jahren auf den Kopf, als sie ihren Traumjob bei Fernsehen kündigte und von München der Liebe wegen nach Kärnten in Österreich zog. Die gebürtige Freiburgerin leitet dort ihre Beratungsagentur mit dem Schwerpunktthema familienbewusste Personalpolitik und Kommunikation. Zudem ist sie Autorin („Die Mami Challenge“, 19,90 Euro, Marie von Mallwitz Verlag, 2016) und Mutter von zwei Kindern. Besonders am Herzen liegt ihr die Work-Life-Balance berufstätiger Mütter. Als zertifizierter Coach gibt sie dazu Seminare und hält Vorträge. Sie lebt für ihre Berufung, indem sie Frauen/Eltern ermutigt und inspiriert, neue Wege zu gehen. „Lebe, wer du bist“ ist bei ihr Programm und: „Nicht jammern, sondern ändern!“
Ihr findet diese und noch viel mehr Tipps ausführlich in den Coachingtools auf Katharinas Seite. Ihr könnt sie einfach downloaden.

 

Fotos: Alice Holzfeind

 

 

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