Laufen mit Kindern MamaWahnsinnHochDrei

Laufen mit Kindern oder der „perfekte“ Run

August 2015: Laufen mit Kindern? Oder Besser: Laufen mit drei Kids? Bin ich jetzt wirklich komplett größenwahnsinnig?  Ich liebe meinen Sport, meinen sechs-Kilometer-Lauf – das ist mein Ausgleich. Normalerweise funktioniert das mit dem vor mir rollenden Kinderwagen recht gut, das Baby-Mädi genießt die Ausfahrt ebenso. Doch wir haben Ferien und alle drei Kinder sind daheim; da ich den Babysitter brauche, um in Ruhe arbeiten zu können, ist das Laufen eigentlich nicht mehr drinnen.

„Schaffe ich es aber trotzdem irgendwie?“, frage ich mich die ganze Zeit. Geht es mit dem Kinderwagen, einem radelnden Mädi und noch einem radelnden Mädi? Keine Ahnung – aber ich bin so wahnsinnig und probiere es! Motivation ist dabei das Um und auf: Unser Ziel ist ein Lebensmittelladen, dort dürfen sich die Mäuse etwas aussuchen (ohne Vorschriften und Veto-Recht meinerseits) und dann wieder retour! Insgesamt fünf Kilometer. Immerhin!

Laufen mit Kindern

Der Kinderwagen ist vor dem großen Start übervoll: Wasser, Reservewasser und natürlich für den Notfall mein Handy, mein Göttergatte ist schon vorgewarnt.* Und los geht es: Die zwei großen Mädis sind motiviert wie einst Lance Armstrong – ich habe ihnen scheinbar zu viel versprochen. Sie möchten radeln! Und das tun sie, ziemlich brav noch dazu. Kurz am Rande: Wir sind hauptsächlich am Fahrradweg, die 400 Meter auf der Straße sind für den Mama-Puls alles andere als empfehlenswert; so stelle ich mir das Intervalltraining eines Profi-Sportlers vor. OMG!!

Beim Geschäft angekommen, werfen die zwei Mäuse ihre pinken Fahrräder recht unkonventionell in die nächste Ecke, sausen zielstrebig zur Wursttheke und bestellen sich dort recht frech eine Semmel mit Kalbspariser. Gott sei Dank keine Schokolade – denke ich mir nur. Die einzige Diskussion: Um Zeit zu sparen und im Training zu bleiben, möchte ich, dass sie das Semmerl schon am Weg zur Kasse auspacken und essen. Das wollen sie jedoch nicht, partout nicht. „Der Papa sagt, man muss vorher immer alles bezahlen“, sagt die Älteste. „Das stimmt, Maaamaaa. Das darf man nicht“, belehrt mich das Sandwich-Kind. Das Baby-Mädi sitzt im Wagen und lächelt mich an. Na dann! Wir gehen schön brav zur Kasse, bezahlen und picknicken im Anschluss verschwitzt vorm Spar. Entzückend!

Der Rückweg ist dann ein bisschen mühsamer, aber trotzdem recht spannend! Wir matchen uns mit einer hochschwangeren Frau, die gemütlich am Fahrradweg spaziert. Meine Mäuse fordern fast alle 200 Meter eine Trinkpause ein. Wir spielen sozusagen Bing-Bong mit der Dame. Einmal überholen wir sie, dann sie uns, dann wir sie.**

In diesem Sinne ist das Laufen mit meinen DREI Mädis trotz allem besser als kein Sport – das Intervalltraining und die Ruhephasen sind quasi automatisch inkludiert. Wie geht es euch mit der Kombination Sport und Kids?

Laufen mit Kindern MamaWahnsinnHochDreiLaufen mit Kindern MamaWahnsinnHochDrei

* Sollte es nicht funktionieren, muss er früher als geplant heimkommen und den Chauffeur spielen.
**Keine Sorge – wir haben dann doch gewonnen.

PS: Details über mich, das Alter meiner Mädis etc. findet ihr hier.

 

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