Wie oft am Tag schaust du auf dein Handy? Laut Studien greifen wir durchschnittlich 50 Mal am Tag zum Handy und verbringen täglich drei Stunden am Smartphone. Das sind erschreckende Zahlen und ich weiß, dass die Zahlen bei mir (auch berufsbedingt) sogar noch höher sind… Gerade deshalb habe ich lernen müssen, bewusster mit meinem Handy umzugehen. Heute lasse ich dir die Tipps hier, die mir im Alltag und meinem digital detox enorm helfen. Schau sie dir an und vielleicht kannst du den einen oder anderen übernehmen und auch bei deinen Kids einsetzen, wenn sie schon älter sind. Digital Detox tut einfach gut…

Nun. Ja. Das Handy ist permanent immer und überall dabei. Es läutet, du schaust. Es kommt eine Mail, du willst wissen, was passiert ist. …. Kennst du diese Gefühle, kommt dir das bekannt vor? Ich habe hier viel dazulernen müssen, so habe ich beispielsweise auch alle Benachrichtigen bewusst deaktiviert – dazu aber später. Ein paar Mal im Jahr gönnen ich mir Instagram-Auszeiten. Das höchste war 14 Tage und es war für mich enorm, was alleine diese Art und Weise von Digital Detox bewirkt hat. Instagram ist eigentlich meine Lieblings-App, doch die Zeit fließt nur so… Aus „ich schaue dann mal 5 Minuten“ werden 10 oder gar mehr, dabei kann man gerade in dieser Zeit so viele andere schönen Dinge machen. Selbstfürsorge Beispiele unter anderem.

Nachdem ich also hautnah gemerkt habe, wie schön Digital Detox sein kann und wie viel mehr Zeit man plötzlich für andere Dinge hat, verwende ich mein Handy um einiges bewusster. Es fällt mir so einfach leichter, nicht in die Multitasking Falle zu stolpern. Zwei wesentliche Vorteile von Digital Detox: Du kannst deinen Fokus behalten und somit deine Produktivität steigern.

Den Umgang mit dem Smartphone bewusster regulieren

So, nun aber zu den Tipps. Das sind meine Top 6 Punkte, die dir (und mir!) dabei helfen das Handy kontrollierter und bewusster zu gebrauchen. Wir dürfen nicht vergessen, dass unser Umgang mit unserem Smartphone auch ein Vorbild für unsere Kinder ist – was sie bei uns sehen, machen sie selbst nach. Der Beitrag „Ab wann Kinder Handy“ – kann dir hier vielleicht auch helfen.

Weniger Mental Load – mehr Feel Good Moments?
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#1 Starte den Tage bewusst ohne Handy

Früher bin ich aufgewacht, hab mich direkt rüber gedreht zu meinem Nachtkästchen und mir mein Handy geschnappt. Ich hab als Erstes Social Media gecheckt und was sich alles getan hat in den letzten 7 Stunden, während ich geschlafen habe. Danach noch den E-Mail Posteingang und meine privaten Nachrichten. Das war kein guter Start in den Morgen – denn meine Gedanken waren direkt nach dem Aufwachen darauf gelenkt Information zu konsumieren und meine noch müden Augen haben direkt auf den Bildschirm geschaut. Ich habe dann nach und nach meine Morgenroutine eingeführt und kann dir nur sagen: Digital Detox bis 8 Uhr ist die beste Lösung ever, du wirst sehen, du profitierst den ganzen Tag davon. Probier es auch aus – denn nichts ist so wichtig, dass es nicht bis 8 Uhr morgens warten kann. Du wirst dich dadurch um einiges entspannter und weniger gestresst fühlen. Außerdem gewinnst du wertvolle Zeit am Morgen – die du in deine Morgenroutine investieren kannst :)

Digital Detox - das handy läutet, die Mails kommen. Wie gelingt es, das Handy öfters wegzulegen?

#2 Setze dir immer Timer, bestimme die Zeit, aktiviere einen Blocker

App Blocker sind aus vielerlei Hinsicht sinnvoll. Studien zeigen, dass unser Handy uns sogar ablenkt, wenn es nur neben uns liegt. Denn selbst die Möglichkeit, einer neuen Nachricht aktiviert unser Belohnungszentrum – Glückshormone und so. ;-) Jeder Widerstand gegen die digitale Süchtigmacher kostet uns Willenskraft. Mit App Blockern schützt du also deine Konzentration. Außerdem erhöhen App Blocker die Wahrscheinlichkeit, dass du in den „Flow“ kommst – ein Zustand, bei dem du völlig in deiner Aufgabe aufgehst, Zeit und Raum vergisst und große Zufriedenheit erlebst. App Blocker machen dich also gleichzeitig fokussierter, produktiver und damit letztlich auch zufriedener.
Ich habe hier ein paar Vorschläge für dich, die ich selbst schon benutzt und getestet habe. Mit diesen smarten App Blockern behältst du alle Funktionen, die du im Alltag brauchst und setzt nur die Ablenkung aus dem Netz außer Gefecht.

Fürs Smartphone: 
BlockSite für IOS und BlockSite für Android
Blockiert alle Apps und Internetseiten auf einmal.
Dadurch reduzierst du deinen Smartphone-Konsum und erledigst deine Aufgabe mit mehr Fokus in weniger Zeit. Nutze den Arbeitsmodus, um in selbst festgelegten Intervallen zu arbeiten. In den Pausen sind alle Apps wieder entsperrt. Sprache: Englisch

Space für IOS und Space für Android 
Blockiert Benachrichtigungen – erst wenn du Space pausierst, bekommst du wieder Meldungen angezeigt. Space trackt deine Bildschirmzeit. Setze dir Ziele, wie viel Zeit du maximal pro Tag am Handy verbringen willst. Sprache: Englisch

Für deinen Computer:
BlockSite für Chrome 
Damit kannst du alle Internetseiten sperren, die du nicht zum Arbeiten benötigst.
Mit der Schaltzeituhr sperrst du während der Arbeitszeit automatisch ablenkende Internetseiten, mit dem Arbeitsmodus stellst du Arbeits- und Pausenzeiten ein. In der Pause darfst du deinem Gehirn auch kurz Auslauf auf Facebook gönnen. Sprache: Deutsch

FOREST
Hier wird ein App Blocker mit dem konzentrationsfördernden Training der Pomodoro-Technik, eine Zeitmanagement-Methode bei der in Intervallen gearbeitet wird, kombiniert. Zur Visualisierung pflanzt du dabei einen Setzling, der nach 25 Minuten fokussierter Arbeit zu einem prächtigen Baum heranwächst – und du darfst dich nun mit fünf Minuten Pause belohnen.  

#3 Setze auf Alternativen. Keine Langeweile.

Wenn uns langweilig ist, wenn wir warten müssen oder wenn wir alleine unterwegs sind, greifen wir schnell zu unserem Handy um uns mit anderen Menschen zu verbinden. Das ist für die meisten von uns eine Gewohnheit, die total automatisch passiert. Hier ist es aber wichtig auf bessere, produktivere und entspannendere Alternativen zurückzugreifen. Im diesem Blogbeitrag erfährst du, wie du Routinen ändern und mit guten ersetzen kannst, wie du 5 Minuten, 30 Minuten oder 1 Stunde besser nutzen kannst, anstatt auf den Bildschirm zu schauen. Viele weitere Beispiele – mit einem Fokus auf Selfcare – findest du hier. 

Weniger Duracell-Mode und stattdessen mehr Feel Good Moments?
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#4 Miste deine Apps aus und ordne

Eine App für den öffentlichen Verkehr in London (ja, London mit Kindern kann schön sein… aber in London eben), ein Spiel das mein kleiner Schatz unbedingt ausprobieren wollte aber nie mehr spielt, eine Foto App die ich nie benutze, Tipps rund um den Jahreswechsel – im Laufe der Zeit sammeln sich viele unnötige Applikationen auf unserem Handy an. Auch wenn du sie in einen Ordnern auf der dritten Seite deines Smartphones hineingibst – eigentlich sind sie doch überflüssig und verbrauchen unnötigen Speicher- und Bildschirmplatz. Stell dir heute also einen 20 Minuten Timer und miste deine Apps aus – alles, was du in den letzten Monaten nie geöffnet hast, kann weg. Du kannst sie dir jederzeit wieder runterladen, aber es ist wichtig, dass wir nicht durch unnötige und unbenützte Apps abgelenkt werden. Solltest du etwas mehr Zeit haben, empfiehlt es sich auch, die Apps zu ordnen. Social Media zu Social Media, Bildbearbeitung zu Bildbearbeitung, Bipa, DM und Co zu Shopping, ….

#5 Selbstcommitment – Stoppe die Multitasking Falle

Wir behaupten ja gerne, dass wir gut in Multitasking sind. Fakt ist aber, dass eine unserer Aufgaben immer darunter leidet, wenn wir zwei oder mehrere Dinge gleichzeitig machen. Deshalb musst du mit dir selbst ein Commitment eingehen, dass du dir quasi selbst versprichst, dich immer entweder auf deine Aufgabe oder auf dein Handy zu fokussieren, nicht auf beides gleichzeitig. Mehr dazu findest du auch beim Beitrag Work Life Balance.

Handy Auszeiten und Digital Detox tun einfach gut.

#6 Am Abend ist handyfreie Zeit – Digital Detox

Hier gilt das Gleiche wie am Morgen: vor dem Schlafen gehen sollten wir nicht mehr auf den Bildschirm schauen, weil das Blaulicht die Produktion von unserem Schlafhormon Melatonin hemmt und sich das negativ auf unsere Nachtruhe auswirkt. Hier finde ich die 3-2-1 Methode besonders hilfreich: 3 Stunden vor dem Schlafengehen kein Essen oder Alkohol mehr, 2 Stunden davor nicht mehr arbeiten oder E-Mails checken und 1 Stunde vor dem zu Bett gehen keine Bildschirme mehr benutzen. So haben Einschlafprobleme keine Chance mehr!

digital detox -


In diesem Sinne: Schau darauf, dass du dein Handy bewusst benutzt. Es soll eine Erleichterung in deinem Alltag sein und dir
bei gewissen Dingen Zeit sparen – und nicht etwas sein, dass dir viel wertvolle Zeit raubt. Wie ist dein Umgang mit deinem Smartphone? Welchen dieser 6 Punkte wirst du ab heute integrieren? Lass es mich wissen, ich bin gespannt :)

PS: Details über mich oder meinen Mama-Blog findet ihr hier.