Ein Dinner fast ohne Kids oder KNALLHART ABGESCHOSSEN…

Fuerteventura MamaWahnsinnHochDrei

Wir schreiben das Jahr 2015. Meine Chaos-Familie und ich weilen auf Fuerteventura. 
Guten Appetit! Wir sind noch immer im wunderschönen Ferienclub in Fuerteventura. Die großen 2 Mädis dürfen heute zu ihrem heißgeliebten Kinder-Wiener, wie sie es nennen. Gemeint ist damit das Kinder-Dinner. Wie schon einmal erwähnt, Englisch ist trotz der Lessons im Kindergarten nicht ihre Stärke. Aber egal! Der Küchenchef kocht dort alles, was die Kleinen bei ihm bestellen (nein, nicht nur Wiener Schnitzel; auch Palatschinken mit Marmelade – TATSACHE). Meinen Prinzessinnen gefällt es, auf den kleinen bunten Tischchen und Sesselchen zu sitzen und gemeinsam mit den lieben Animateurinnen & den anderen Kids zu essen. 

Für meinen Göttergatten und mich bedeutet das, ein Dinner quasi nur für uns zwei. Wir müssen nicht darauf achten, wer wie sitzt oder wie isst; WIR können essen und sprechen (natürlich nicht zugleich, welche Vorbilder wären wir). Das Baby-Mädi haben wir selbstverständlich mit, sie liegt aber in ihrem Kinderwagen und ist bereits im Land der Träume, sie erholt sich von ihrer anstrengenden Boden-Entdeckungsreise am Nachmittag.

Als sich mein lieber Mann die 2. Nachspeise holt – weil heute dürfen AUCH wir ungesünder essen – kommt es, das Highlight unseres Dinners, fast so als ob wir für Kuchen, Eis & Co indirekt bestraft werden: Ein Bub, den ich schon mal im Kinderclub gesehen habe, bleibt vor mir stehen. Der zirka 1,20 Meter große Mann pustet sich auf 1,25 auf. Er formt seine kleinen Händchen gekonnt zu einer Pistole und probiert, mich knallhart abzuschießen. Gleichzeitig imitiert er die Geräusche einer Waffe. BUFFFFFBUFFFSCHSCHSCHSCHOBUFFFFBUFFF. Ich kann nicht mehr, mir bleibt meine Schokoerdbeere fast im Hals stecken. Er ballert weiter, eigentlich wäre ich schon längst tot. BUFFFFBUFFFFSCHSCHSCHBUFFFBUFF. Das geht sicherlich 10 Sekunden so. Seine Mutter kommt angerannt, natürlich knallrot im Gesicht, ihr ist das furchtbar peinlich, sie entschuldigt sich x-mal. Und ich? Ich zerkugel mich und nehme einen Löffel Vanilleeis. Pädagogisch nicht sehr wertvoll, denn das dürfte den jungen Schützen wahrscheinlich zusätzlich ermutigt haben. Seine Mama muss den Kämpfer schimpfend wegziehen. BUFFFFBUFFFFSCHSCHSCHBUFFFBUFF. Von weitem sehe ich auch schon meinen Göttergatten, dem es ähnlich geht wie mir. Er hat alles beobachtet, steht in der „sicheren“ Zone und lacht.

Meine Wimperntusche ist nach dieser Attacke komplett verschmiert. Ich stehe auf und husche in Richtung Damen-Toilette, um das schnell zu bereinigen. Während ich dann dort versuche, die schwarzen Lachtränenflüsse zu beseitigen, kommen wieder neue dazu. Denn was sehe ich im Spiegel: 9 Personen beziehungsweise Persönchen kommen aus 4 Klos.* Ein Junge sagt laut zu seiner Mutter: „Mama, du hast nicht runtergespült, alles ist noch dreckig.“ Sch….eibenkleister!

In diesem Sinne, schlimmer geht es immer. Peinlich ist es nur den jeweiligen Eltern – die anderen nehmen es nicht so (str)eng und haben was zu lachen.

Fortsetzung folgt… Fuerte – auch hier gibt es gute Ärzte:-(

* Klo Nummer 1: 1 Mama, 2 Kinder; Klo Nummer 2: 1 Mama, 1 Kind; Klo Nummer 3: 1 Kind; Klo Nummer 4: 1 Mama, 2 Kinder

PS: Details über mich, das Alter meiner Mädis etc. findet ihr hier.

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