Füttern bis fünf?

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Baby-led-weaning ist ja derzeit in aller Munde. Auch ich habe mir fest vorgenommen, es beim dritten Kind bewusst auszuprobieren. Alle schwärmen davon – weg vom Brei, das Baby füttert sich selbst! Vor allem bei drei Goldschätzen wäre das ideal! Bei den zwei Großen habe ich es zwar instinktiv teilweise ähnlich gemacht, ich könnte aber einiges verbessern – in drei beziehungsweise nicht einmal fünf Jahren hat sich viel getan. Doch irgendwie klappt Baby-led-weaning bei meiner Jüngsten mehr schlecht als recht, ganz nebenbei gibt es für meine Nerven Besseres.

Zum einen lässt die Eigeninitiative meiner kleinsten Maus zu wünschen übrig. Das hat aber nichts damit zu tun, dass sie nicht gerne isst. Gehen wir in ein Lebensmittelgeschäft, verzieht sie schon beim ersten Regal ihren süßen Mund und sagt bestimmend: „MMMMMHHHHHH. MMMMMHHHH! MMMMMHHHH!“ So geht es dann bis zur Kasse – fast ohne Unterbrechung.

Sie bevorzugt es aber trotzdem, baby-like gefüttert zu werden. Wenn ich mich so zurückerinnere, wollten meine zwei größeren Goldschätze ihre Fläschchen von Anfang an* alleine halten, der kleine Augenstern möchte das nicht. Sie genießt es, wenn sie auf mir liegt, ich die einjährige Zuckerpuppe noch immer wie ein kleines Baby halte und sie füttere. Ihre Arme lässt sie links und rechts einfach herunterhängen – sie hat noch NIE die Flasche angegriffen. Gebe ich ihre Fingerchen hinauf, zieht sie sie wieder weg. Mein kleines Schnucki!

Weiters bringt das Fingerfood bei uns immer wieder einen Nervenkitzel mit sich. Wenn ich ihr etwas gebe und sie es alleine essen soll, schafft sie es mindestens zweimal wöchentlich, sich zu verschlucken. Sie ist einfach zu gierig und stopft alles in sich hinein. Und jedes Mal sieht es dann so aus: Sie fängt an zu würgen und macht komische Geräusche, ich werde hysterisch, nehme sie rasch aus dem Stuhl, klopfe ihr fest auf den Rücken, sie spuckt die Stückchen im weiten Bogen aus, mein Puls ist auf 180, ich gebe sie wieder in ihren Stuhl und sie beißt wieder ab! OMG!!!! Ich schwöre mir dann immer, es nicht mehr zu tun – andererseits kann ich sie aber nicht bis fünf füttern. 😉

In diesem Sinne: kommt Zeit, kommt Rat. Manche Kinder lieben es halt, gefüttert zu werden! Es würde mich sehr interessieren, wie es euch damit geht. 

*Grundsätzlich habe ich alle drei Kinder gestillt, ab dem fünften Monat gab es abends ein Fläschchen.

PS: Details über mich, das Alter meine Mädis etc. findet ihr hier.

 

 

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