Entwicklung der Druck von außen mamawahnsinn

Gehen, Entwicklung und Co.: Der Druck von außen….

Kann der Druck von außen, das Gerede und die Fragen von anderen Müttern und Vätern eine vierfache Mutter irritieren oder ist man spätestens ab dem zweiten Kind immun und abgehärtet? Nein, ist man nicht – oder ich zumindest nicht! Heute verrate ich euch, wie es mir bei dem im Grunde noch banalen oder einfachen Thema „Die ersten Schritte“ beziehungsweise „Wann geht das Kind?“ ergangen ist. Anfangs ließ es mich kalt, aber dann kam es heftig…. Die ganze Story inklusive was die Kinderärztin dazu sagt, steht hier… 

Der Druck von außen

So viel vorab: Unser kleiner Mann geht. Das Wörtchen „ENDLICH“ lasse ich jetzt bewusst weg, obwohl es im Prinzip darum handelt. Mein kleiner Prinz ist 15 Monate alt und obwohl es komplett unverständlich ist, der Druck von außen war groß. Ja, wie oben schon verraten, auch eine vierfache Mutter kann man mit Aussagen und Statements diesbezüglich irritieren…

„Was, er kann noch nicht gehen? Mein Kind ist mit sieben Monaten marschiert!“, hörte ich, als mein kleiner Mann gerade mal ein Jahr alt war. Zu diesem Zeitpunkt war es mir noch egal. „Nicht wirklich? Er krabbelt noch? Unser Sohn ist mit zehn Monaten marschiert“ oder „Meine Zwei liefen mit elf Monaten“ – so ging es weiter, doch es prallte anfangs ab. „Jeder hat sein eigenes Tempo!“, dachte ich mir. Noch.

Entwicklung der Druck von außen mamawahnsinnIch war zwar neugierig, wollte mehr über die anderen wissen, ließ mich jedoch nicht verunsichern. Wahrscheinlich auch deshalb nicht, da auch meine Mädchen im Gegensatz zu allen anderen Kindern 😉 „erst“ mit zirka 13 oder 14 Monaten zu laufen begonnen hatten und das war damals früh genug…

Als aber unser jüngster Schatz 13 und später 14 Monate alt wurde und überspitzt gesagt trotz dieses für mich essentiellen Alters noch immer keine Anstalten machte, auch nur kurz alleine zu marschieren, wurde ich leicht unruhig. Ich beobachtete ihn und seine Entwicklung noch aufmerksamer. „Aber mit einem Jahr geht schon der Großteil!“, klang für mich nun schon ganz anders als noch kurz davor. „Vielleicht solltest du einmal die Kinderärztin fragen“, meinte schlussendlich auch meine Mutter und dann war es um mich geschehen, ja, ich war verunsichert und irritiert. „Ist alles in Ordnung?“ „Ist das normal?“ Ehrlich gestanden ist Dr. Google in dieser Phase auch nicht immer hilfreich, vor allem dann nicht, wenn man das „wäre-wenn-dann“ und dem Einen von 500.000 Fällen plötzlich zu viel Bedeutung schenkt.

Das sagt die Kinderärztin

„BITTE nicht verunsichern lassen“, war das Erste, was mir dann unsere liebe Kinderärztin und Freundin Pia* gesagt hat. Zugegeben, so direkt hätte ich mich sie – wie von meiner Mutter vorgeschlagen – beim vierten Kind nicht fragen getraut, ich habe es eher durch die Blume und während eines anderen Gespräches gemacht, aber sie hat hat mich ertappt: „Ich kenne das Problem und es kommt so oft vor. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo – es gibt zum Glück keine Norm. Zwischen neun und 18 Monaten, beim Gehen ist alles möglich.“ Worauf Pia auch noch großen Wert legt: „Die ganze Problematik betrifft nicht nur das Gehen – die Entwicklungsschritte sind bei jedem unterschiedlich und sollen es bitte auch sein! Wir müssen die Kinder unterschiedlich sein lassen!“

In diesem Sinne: Merci und DANKE, liebe Pia für diese kleine Auffrischung… Ich werde es mir zu Herzen nehmen spätestens wenn es zum das Thema Sprechen wieder lesen…

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Die entzückenden Schuhe sind übrigens vom neuen Label Lotta & Emil. Dem deutschen Unternehmen ist eine Kombination aus Qualität, Fairness und Wert sehr wichtig. Wir sind begeistert!

 

Pia Will

 

Dr. Pia Will ist Kinderärztin in Klagenfurt und Velden am Wörthersee.

Sie ist in Linz, Berlin und Baden aufgewachsen. Während der Studien- und Facharztausbildungszeit war sie in Wien und Frankreich. Zur Zeit lebt sie mit ihren drei Lieblingen (9, 12 und 16 Jahre) und ihrem Mann in Klagenfurt.

 

 

 

PS: Details über mich und meinen Blog etc. findet ihr hier.

 

2 Comments
  • Dresden Mutti
    Posted at 10:10h, 18 Juni Antworten

    Mich haben die „Stimmen von außen“ erst ab dem 16. Monat irgendwann irritiert. Ob das noch normal sei, dass sie nicht läuft? Ob wir das nicht mal untersuchen lassen wollen? Man beliest sich dann, dass einige Kinder erst zwischen 18 und 20 Monaten laufen lernen, aber je näher man diesen Zeitpunkten kommt, desto hibbeliger wird man dann schon. Mit 18 Monaten lief das Kind tatsächlich „endlich“, aber die letzten Wochen hat´s mich schon sehr beschäftigt… Dafür war es umso schöner und alle haben sich mit uns gefreut. Die Kleine lernte dann zum Glück mit 14 Monaten schon laufen 😀

  • Viel_sogar
    Posted at 20:31h, 18 Juni Antworten

    Meine beiden liefen mit 17 Monaten. War ich beim 1. Kind noch verunsichert, weil mir 12 Monate als „üblich“ für die ersten Schritte vorschwebte, war ich beim 2. relaxed. Da kannte ich das ja schon 😉 Dafür sprachen/ sprechen beide halt früh, mit 10 Monaten 2-Wort-Sätze, mit 18 Monaten ganze Sätze wie „Mama trägt den *Name*“ , „Da bin i!“ oder „Brauchst keine Angst habn“. Ich versuche mich nicht mehr stressen zu lassen… jedes Kind hat sein eigenes Tempo.

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