Warum es kein Hochbett gibt…

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Mein lieber Mann und ich können gemein sein. Wirklich gemein sogar – und das obwohl unsere drei Mädchen unsere Augensterne sind und wir sie über alles lieben, kein Angst. Die mittlere Zuckerpuppe hatte ja vor knapp einem Monat Geburtstag, einen Wunsch haben wir ihr jedoch nicht erfüllt. Bewusst oder unbewusst, fragt ihr euch vielleicht. Leider: BEWUSST. Ja, wie schon gesagt, gemein und so. Der entzückende Liebling wünscht(e) sich nämlich ein Hochbett.

Tja, und ihr könnt es euch wahrscheinlich schon denken: Für sie gab oder gibt es keines. Just zur Info: bei der älteren Schwester handelten wir vor über einem Jahr anders, sie bekam eines. Wie war das jetzt mit den gemeinen Eltern? Kein Ausrede, ich glaube, unsere Argumente sind nachvollziehbar. Seht selbst!

Nacht 1:

Die drei Lieblinge gehen um 19.30 Uhr ins Bett. Die kleine und die mittlere Schnecke streiten sich, jede will, dass Mami neben dem Bettchen sitzt, ein bisschen kuschelt und Händchen haltet. Es wird ausgelost, die mittlere Maus muss sich mit dem Papa zufriedengeben. Der älteste Augenstern schläft alleine im Hochbett ein (das war der Deal damals). By the way: Ja, diese Einschlafritualien, die Story kommt noch. Irgendwann.
Um 20 Uhr schlafen alle – eine humane Zeit… Mein lieber Mann und ich gehen ins Wohnzimmer. Halt! Gegen 20.30 Uhr hören wir „Tapp. Tapp. Tapp.“ – irgendwer schleicht sich vom Kinderzimmer in unser Schlafzimmer. Ich laufe rasch hin, sehe nach und wer liegt quer im Elternbett? Die mittlere Maus. Heiße 30 Minuten auf der eigenen Matratze. Also, ein Hochbett wäre wirklich umsonst.

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Nacht 2:

Wieder die Streiterei beim Einschlafen. Wer kuschelt mit Mama, wer mit Papa? Es ist ja nicht so, dass wir es nicht probieren. Wer zehnmal alleine einschlafen würde, bekäme ein Hochbett, sogar ein Stempelheft habe ich gebastelt. Doch der Wunsch ist dann am Abend nicht mehr so groß wie tagsüber.
Lange Rede, kurzer Sinn, nach dem gemeinsamen Händchenhalten und Kuscheln schlafen sie in der besagten Nacht 2 ein. Vorerst.
Als mein lieber Mann und ich so gegen 22 Uhr ins Bett gehen wollen, ist es aber besetzt. Wieder einmal liegt unsere mittlere Zuckerpuppe quer drinnen. Mein lieber Göttergatte nimmt den Liebling und trägt ihn in sein Bett. Wir gehen in der Zwischenzeit ins Bad. „Tapp. Tapp. Tapp“, als wir zurückkommen, liegt die Schnecke erneut drinnen. The same procedure as every time, mein Mann nimmt sie und bringt sie in ihr Zimmer.
Schnell fangen wir noch die Katzen ein. „Tapp. Tapp. Tapp“, hören wir. Als wir ins Schlafzimmer kommen, ist unser Bett schon wieder besetzt. Ein Hochbett wäre derzeit wahrscheinlich Geldverschwendung.

Nacht 3:

Das liebe mittlere Kind schläft um 17 Uhr im Auto ein. Eltern wissen, was das bedeutet, also nichts mit der Bettruhe um 19.30 Uhr oder 20 Uhr. Und da wir nicht elendslang händchenhaltend neben der nicht schlafenden Prinzessin sitzen wollen und sie partout (trotz Hochbett-Versprechen) nicht alleine bleiben will, darf sie ausnahmsweise mit uns ins Wohnzimmer. Gemeinsam sehen wir uns anstatt einer Folge „How to get away with a murder“ eine samstägige Familiensendung an, aber egal.
Der Clou kommt am nächsten Tag: Der Goldschatz erzählt natürlich alles brühwarm der großen Schwester, die sich daraufhin mordsmäßig aufregt. „Ihr seid wirklich die gemeinsten Eltern der Welt. Sie ist ja noch ein Kind“, sagt sie.

Nacht 4:

Ich bin gerade beim Vorbereiten dieser Story, will vor der Veröffentlichung noch schnell die Bilder einfügen. „Tapp Tapp. Tapp.“ Wie passend, innerlich muss ich lachen, denn wer kommt vom oberen Stockwerk? Der Sonnenschein natürlich. Sie setzt sich neben meinen geliebten Göttergatten auf die Couch, er sieht sich gerade die Serie „Brooklyn Nine-Nine“ an. Der Goldschatz meldet sich verschlafen zu Wort: „Ich will das nicht schauen. Bitte Kinderkanal einschalten.“ Hach, um 21:35 Uhr gibt es keinen Kinderkanal mehr. Na dann…

In diesem Sinne dürfte es vielleicht nachvollziehbar sein, warum wir diesen Herzenswunsch (noch) nicht erfüllen. Es kuschelt sich doch viel leichter im kleinen 60 x 120 Meter Bettchen. Und nicht nur sie genießt es…

 

Nichtsdestotrotz hätte ich ein paar schöne Hochbetten gefunden

Ich bin mir dessen bewusst, dass es auch viele günstigere und ebenso tolle Modelle gibt. Diese drei sind nicht gerade preiswert, dafür jedoch wunder-wunderschön.

Das Hochbett von Oliver Furniture, gesehen bei Kinderräume:

 

Und noch das coole Abenteuerbett „Hangout“ von Lifetime. Erhältlich bei Bubulino.

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Debe.deluxe „Villa“ von Kindermöbel DE BREUYN, der Mercedes quasi:

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PS: Details über mich, das Alter meiner Mädis, meinen Mama Blog etc. findet ihr hier.
PPS: Habt euch die Geschichte gefallen, dann würde ich mich sehr freuen, wenn ihr den Post auf Facebook und Instagram liked. Merci <3

 

Fotos: Hersteller

3 Comments
  • Maya
    Posted at 15:45h, 27 September Antworten

    Toller Artikel, welcher Lust auf mehr macht!

  • Review: Mama-Momente im September - MamaWahnsinnHochDrei
    Posted at 17:22h, 03 Januar Antworten

    […] Warum es kein Hochbett gibt Der Schulanfang, das Loslassen und so Den Schal trendy binden […]

  • Mimili
    Posted at 13:38h, 11 August Antworten

    Hallo, eure Gründe sind natürlich nachvollziehbar. Wir haben mit Hochbetten grundsätzlich sehr gute Erfahrungen gemacht. Vielleicht fallen eure Gründe ja zu einem späteren Zeitpunkt einmal weg und ihr denkt ein Hochbett an. Ein paar wirklich schöne Hochbetten hast du ja herausgesucht. 🙂 Alles Gute für dich und deine Familie. <3

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