„HA HA! Eure Eishockeymannschaft ist ja bald komplett!“ Damit muss ich leben, eine Großfamilie bringt solche Kommentare mit sich, ich lasse sie allerdings mittlerweile einfach abprallen. Und tja, das mit dem Eishockey wäre jetzt nicht einmal so weit her geholt. Theoretisch fehlen zwar noch zwei Teammitglieder, ob es allerdings tatsächlich für die fünft Linie reicht, wage ich zu bezweifeln…. Unsere Kinder streben anderes an, ich sag nur: Kelly Family oder so. Und ich als Mutter rudere währenddessen untalentiert nach und fragen mich: „Wohin führt das?“

Die Kinder und die musikalischen Talente

„Man muss auf die Kinder hören und wenn sie ein bestimmtes Instrument spielen wollen, soll man sie das lassen und nicht versuchen, ihnen etwas anderes einzureden. Nur dann funktioniert es!“, sagen die Experten. Tja, das klingt freilich logisch, ist aber in der Praxis nicht immer so leicht durchführbar. In der Großfamilie wahrscheinlich nochmals um eine Spur schwerer. Nachdem mir aber einer meiner Lieblinge ziemlich lange wegen einer Harfe und des Harfenunterrichts in den Ohren gelegen ist, habe ich – Dank der lieben Omi –  nachgegeben und bin weich geworden. Sie hat sich auch nicht mit der Blockflöte oder dem Klavier, das wiederum die andere Schwester liebt und das daheim stehen würde, abspeisen lassen. „Harfe oder sonst nichts!“, hat sie darauf bestanden.

Zugegeben, von meinem Göttergatten oder mir haben unsere Mäuse das musikalische Talent nicht vererbt bekommen, das muss eine Generation übersprungen sein. Ich liebe Musik, bin aber dermaßen unmusikalisch, dass mein Vater mich nach zwei Jahren Blockflöte und einem Jahr Querflöte gebeten hat, aufzuhören. Eigentlich war er eh geduldig, der Volksschuldirektor wollte mich erst gar nicht im Chor haben.

Auf den Spuren der Kelly Family

Doch nun abgesehen von meinen Talenten, darf ich als Mama dennoch träumen? Ist das erlaubt? Denn unter uns gesagt, frage ich mich manchmal während der vielen Zeit im Auto und der von A nach B und Z Chauffiererei schon manchmal: „Wohin führt das? Sind wir auf den Spuren der Kelly’s – gibt es vielleicht eine Familienband? Und womöglich sogar einen Plattenvertrag?“ Dream Big, heißt es ja schließlich. Manche Mini-Knaben-Eltern sehen ihre Jungs auch in der Nachwuchsakademie von Bayer München und ein paar Bambini-Eltern – um wieder zurück zum Eishockey zu kommen – checken schon die Verbindungen nach Nordamerika. Meine beiden großen Mädchen singen im Schulchor, eine Maus spielt Harfe und die andere Klavier beziehungsweise die fünfjährige Mini liebt beides, sie spielt mit und sieht sich von den Schwestern viel ab. Tja, wie war das schnell mit den Kellys? ;-)

Doch ihr Lieben, keine Sorgen, ich schnappe nicht über. Die Talentlose ist ziemlich schnell wieder am Boden der Tatsachen gelandet. Für die Kellys bedarf es nämlich einen talentierten Elternteil und an dem mangelt es hier. Man kann es drehen und wenden, wie man will, wir sind und werden (leider) nicht die berühmte Familienband werden. Denn schon beim ersten Stimmen der schönen Harfe ist es mir gelungen, eine Saite zu reißen. Wir haben das Stimmgerät, wie es uns die liebe und aufmerksame Lehrerin gezeigt hat, angesteckt und die Töne kontrolliert. Als dann das E immer nur E geblieben ist und sich nichts tat, habe ich weiter gedreht, gedreht und gedreht. Bis es eben „KLACK“ gemacht hat. Leider habe ich erst dann gemerkt, dass das die falsche Saite war.  Es wäre doch das F gewesen… Tja… Auch an dieser Stelle herzlichen Dank an die tolle Lehrerin, die mir sofort gesagt hat, wo ich die Saite bestellen kann und die Harfe für uns neu bespannt.

In diesem Sinne: Musik oder Nicht-Musik. Wie ist das bei euch? Spielt ihr ein Instrument? Was spielen eure Kinder? Sind sie talentierter als ihr? Kommentiert und lasst es mich wissen. 

Kinder und die musikalischen Talente MamaWahnsinnKinder und die musikalischen Talente MamaWahnsinnPS: Details über mich oder meinen Mama-Blog findet ihr hier.