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Und wieder: Kinderwagen verloren

OMG! Jährlich grüßt das Murmeltier, irgendwie hat sich das schon eingebürgert: Einmal im Jahr muss es scheinbar sein und ich verliere den lieben Kinderwagen. Schrecklich! Überhaupt stand oder steht das Thema Kinderwagen in letzter Zeit unter keinem guten Stern. Bei unserem „Alltagswagerl“ ist just eine Woche vor dem Mallorca-Urlaub das Bremsseil gerissen, angekommen ist der Ersatzteil zehn Tage später. Okay – der musste also notgedrungen daheim bleiben. Auf unseren Buggy ist auch kein Verlass mehr. Er ist schon so zerstört und geht im Notfall für einen Spaziergang während einer Neumond-Nacht, ansonsten traue ich mich mit ihm nicht mehr unter die Leute, geschweige denn nach Palma. Nein, und auch nicht bei Vollmond! Mein Göttergatte versteht das zwar nicht, aber was soll‘s. „Der geht schon“, meint er bei jeder Gelegenheit. Der Clou: Den Mädis verbietet er, mit Sweatpants aka Jogginghosen hinauszugehen, ich soll jedoch mit dem zerlumpten Buggy fahren. Noooooooo! Va bene – von Mode und coolen Kinderwägen versteht er also nichts!

Zum Glück habe ich aber tolle Freunde. Quasi ziemlich früh – nämlich einen Tag vor dem Urlaub – startete ich einen Rundruf. Eine liebe Freundin war so nett und borgte mir ihren Buggy. Ich holte ihn ab und verstaute ihn im Auto. Als ich ihn dann am Flughafen öffnete und meine Prinzessin hineinsetzte, kam das böse Erwachen: Er quietschte. Und das nicht leicht oder dezent! Alle Leute im Umkreis von zehn Metern schauten uns komisch an. Sogar das Jammern des Baby-Mädis wurde von der Quietscherei übertönt und das heißt was. Doch nicht verzagen, Opa fragen – er brachte uns nämlich zum Flughafen und weiß meistens weiter. Schnell organisierte er sich ein Werkzeug und begann vorm Check-In-Schalter den Kinderwagen zu zerlegen. Als Schmieröl fungierte meine Hand-Creme, zu helfen muss man sich halt wissen.

So weit, so gut. Das Quietschen war weg, während des Urlaubs funktionierte alles tadellos. Bis zu diesem Moment eben, als ich in der Früh für unseren Valldemossa-Ausflug den Kinderwagen einpacken wollte, ihn jedoch nirgends fand. Ich durchsuchte unser Zimmer, sah im Bad und am Balkon nach, lief verzweifelt in Omis Raum. Doch: Keiner da, das ausgeborgte „Wagerl“ war weg. „Mama, wo haben wir ihn?“, fragte meine große Maus. „Mama, ich kann mich an nichts erinnern“, sagte meine mittlere Prinzessin, auf die in solchen Situationen eigentlich Verlass ist. OMG! Auch die Omi zuckte mit den Schultern. „Ich war ja am Zimmer, ich weiß nicht, wo ihr ihn hingetan habt.“

Ich hatte ein Blackout und wirklich keine Ahnung, wo er sein könnte. Im Gedanken cancelte ich Valldemossa und überlegte, was ich meiner lieben Freundin sagen werde. Verzweifelt rannte ich schnell zur Rezeption und fragte nach. „Mir ist nichts bekannt, aber schauen sie doch einmal in unserem Lager nach“, erklärte mir die nette Dame. Schnell huschte ich ihr nach und blickte in den Raum. Und was sah ich, dort stand unser verschwundener Kinderwagen. Und daneben noch ein anderer! Halleluja! Ich bin also nicht alleine.

In diesem Sinne: Meine Schuld ist für heuer getan, jetzt habe ich wenigstens ein Jahr wieder Ruhe und muss kein Wagerl mehr suche. Hoffe ich halt!
Verliert ihr auch manchmal etwas? 

 

PS: Details über mich, das Alter meiner Mädis, meinen Mama Blog etc. findet ihr hier.

4 Comments
  • Claudia
    Posted at 09:11h, 21 April Antworten

    Ich habe unlängst beim „nur geschwind ins Geschäft laufen und 3 Packerl Milch kaufen“ meine Autoschlüssel unabsichtlich mit ein paar papierfetzten die im Auto lagen entsorgt- aus dem Schnelleinkauf wurde eine verzweifelte 1 1/2 Stunden suche – da hängt mein Leben dran vom Fahrzeug, Haus , Firmenschlüssel… Zum Schluss hab in den Papiermüll zum 4. Mal durchgesehen da war unser Schlüssel – Halleluja … Bist also nicht allein.

  • verena
    Posted at 22:28h, 21 April Antworten

    Wahnsinn, liebe Claudia. Echt arg, wie sich unser Leben ändert… Alles Liebe, Verena

  • Jeannine
    Posted at 23:55h, 24 April Antworten

    Haha, ein Wahnsinn. Ich such schon mit nur einem Kind oft irgendwas wie eine Verrückte. Will gar nicht wissen, wie’s bei dreien wäre! 😉

  • Verena
    Posted at 16:11h, 07 August Antworten

    Echt Wahnsinn, vorallem bekommt man auch diese Panik, wenn man einfach nicht mehr weiß wo man ihn hingestellt hat! Gut, dass es anderen Mamas auch so geht 😉

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