Kleinkindernährung - worauf geachtet werden muss MamaWahnsinn

Kleinkindernährung: Worauf geachtet werden muss!

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Mit einem fünf Monate alten Baby gibt es derzeit neben den Parties und diversen anderen Hobbies und Aktivitäten der großen Schwestern kein brisanteres Thema als den Beikoststart und die Kleinkindernährung. Tja, obwohl es bei uns gerade ziemlich turbulent zugeht, habe ich es mir deshalb nicht nehmen lassen und bin mit dem Herzensbuben nach Hamburg geflogen. Dort gab es in Zusammenarbeit von Aptaclub sowie der Ernährungsexpertin Mira Koppert eine interessante Veranstaltung zum Thema „Optimale Kleinkindernährung“. Ich lasse euch die wichtigsten Infos hier – natürlich alles in Absprache mit unserer Blog-Kinderärztin Dr. Pia Will*, mit der ich mich selbstverständlich ebenso über dieses Thema unterhalten habe.

Es ändert sich alles…

Eigentlich könnte man sich denken, dass man beim vierten Kind „Bescheid“ wissen und der Übergang vom Stillen zur Beikost und auch die Ernährung easy sein sollte. Doch erstens ist jedes Kind anders und zweitens ändern sich die Empfehlungen. Und schließlich will jede Mama nur das Beste für ihr Kind.

Obwohl meine erste Prinzessin nur ein Jahr – oder genauer gesagt 16 Monate – älter als ihre jüngere Schwester ist, hat sich damals in der Zeit ziemlich viel getan. 2010 hieß es: Erst ab sechs Monaten Beikost, eine Woche Karotten, dann sieben Tage lang Karotten mit Kartoffeln, and so on…. kein Gluten bis acht Monate, wenig Kuhmilch etc. pp. Ein Jahr später, also sprich 2011, kam es dann zur „großen“ Umstellung: Bereits nach vier Monaten füttern, Gluten kann schon früher gegeben werden, einfach probieren halt. Bei unserem dritten Schatz, dem immer größer werdenden Babymädi, war hingegen Baby-led-weaning (BLW) zumindest bei meinen Freundinnen das Nonplusultra. Und jetzt beim Herzensbuben habe ich gehört und in diversen Foren und Blogs (wie auch bei DIE KLEINE BOTIN) gelesen, dass Kindermilch wiederum gut und vitaminreich sein soll.

Tja, vier Kinder, vier Trends. Und genau deshalb bin ich nach Hamburg geflogen und habe mich vor Ort über die optimale Kleinkindernährung informiert. Ich wollte wissen, was derzeit „State of the Art“ ist und besprach im Anschluss alles noch genauestens mit Pia.

Kleinkindernährung - worauf geachtet werden muss MamaWahnsinn

Das A und O: Die Ernährunspyramide für Ein- bis Dreijährige

Besonders zwischen dem ersten und dritten Lebensjahr ist die Entwicklung der Kleinen enorm. „Sie verfünffachen ihr Gewicht und das stellt besondere Anforderungen an den Nährstoffbedarf“, erzählte Ernährungsexpertin Mira Koppert in Hamburg. „Laut Studien essen Kleinkinder viel zu viel Proteine“, so Mira und verwies auf die Ernährunspyramide, die wir ja im Grunde alle kennen. Ich möchte hier trotzdem nochmals genauer auf sie eingehen, ich denke, dass nicht nur ich vieles vergessen habe…

„Egal ob bei BLW oder Brei – die Ernährungspyramide sollte immer ein Anhaltepunkt sein“, erklärte Mira. Die Grundlage sind natürlich auch bei den Kleinkindern pflanzliche Lebensmittel wie Obst und Gemüse sowie Vollkorngetreide und Kartoffeln. „Sie können reichlich am Speiseplan stehen. Sie liefern Vitamine und Mineralstoffe“, so Mira.

Für tierische Lebensmittel gilt hingegen: zwei- bis dreimal pro Woche. „Fettarmes Fleisch versorgt Kleinkinder mit Eisen, Zink und B-Vitaminen“, erklärte Mira. Bei der Milch und Milchprodukten empfahl sie eine Gesamtmenge von 300 bis 330 Milliliter täglich, aufgeteilt auf drei Portionen. Auch Fisch (hier vor allem fettreicher Seefisch wie Lachs, Makrele oder Hering) sowie Eier sollten ebenso ein- bis zweimal wöchentlich gegessen werden. „Sie liefern Vitamine und Mineralstoffe sowie Jod und Omega-3-Fettsäuren“.

Reduktion gilt vor allem beim Verzehr von sehr fett- und zuckerreichen Lebensmitteln. „Bereits eineinhalb bis zwei Esslöffel Öl, Margarine oder Butter decken den Gesamttagesbedarf des Kleinkindes“, so Mira.

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Vitamin D – Mangel

Ein sehr brisantes Thema in Hamburg war das Vitamin D und der damit verbundene Mangel. „Verzehrstudien weisen darauf hin, dass Kleinkinder in Deutschland häufig nicht ausreichend mit Vitamin D und auch Nährstoffen wie Jod und Eisen versorgt sind“, erzählte Mira.

„Vitamin D wird zum Knochenbau benötigt und für die Entwicklung des Immunsystems“, erklärt mir auch Pia. Deshalb bekommen die Kinder im ersten Lebensjahr auch Vitamin D Supplementierungen. „Die Tropfen können ohne Bedenken bis zum zweiten Lebensjahr und auch noch den darauffolgenden Winter gegeben werden“, so Pia.

Tipps zur Vitamin D – Produktion

Vitamin D wird größtenteils durch die Sonneneinstrahlung über die Haut gebildet, es ist vor allem aber auch in Lebensmitteln wie Avocados, Champignons und Fisch enthalten. Mira verwies hier auf die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V., die folgendes empfiehlt:

  • Täglich eine Stunde Bewegung im Freien
  • Regelmäßig, aber geschützte Aufenthalte in der Sonne
  • Vitamin D-haltige Nahrungsmittel wie fettreicher Fisch, Eier und Speisepilze

 

Ein weiterer Vitamin D-Lieferant wäre im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung laut der aktuellen Studie von Ackermanns MD (2017), die uns in Hamburg präsentiert wurde, die Kindermilch. „Kindermilch hat im Grunde alle Vitamine und Nährstoffe, die die Kleinen brauchen“, erklärte Mira und erzählte von dieser Forschung: „Bei dieser Studie nahmen 318 Kinder im Alter von 12 bis 36 Monaten teil. Die Hälfte von ihnen bekam eine mit Vitamin D und Eisen angereicherte Kindermilch, für die andere Gruppe gab es eine normale Kuhmilch. Nach dem Beobachtungszeitraum von 20 Wochen war die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder einen optimalen Vitamin D-Status aufweisen, in der Kindermilchgruppe um 78 Prozent höher als bei denjenigen, die die nicht angereichte Milch tranken.“

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Kindermilch: Das ist zu beachten – Tipps von der Kinderärztin

Natürlich habe ich alles nochmals bei Pia hinterfragt, weil damals, sprich 2010, hieß es beispielsweise: „Bitte nur die PRE-Nahrung geben, nicht die 2er Milch.“ Und jetzt also Kindermilch?

„Das mit der 2er Milch ist noch immer so“, lächelt Pia auf meine Frage und klärt mich auf: „Unter einem Jahr ist es besser, PRE zu geben, da sie der Muttermilch am ähnlichsten ist.“ Ab einem Jahr ist allerdings die Kindermilch auch laut Pia eine gute Alternative. „Vor allem bei schlechten Essern – wichtige Vitamine und Nährstoffe werden damit abgedeckt“, sagt Pia und betont allerdings nochmals: „Wichtig ist vor allem eine ausgewogene, gesunde Ernährung, keine Fertiggerichte. Das Essen am gemeinsamen Familientisch darf trotz Kinderkrabbelstube oder später auch Schule, Hort, Hobbies, etc. nicht vergessen werden.“

Zu beachten ist nur, dass die Kindermilch nicht im Fläschchen sondern im Glas oder der Tasse serviert wird. „Das ist besser für die Kieferform und verringert die Gefahr von Karies“, sagt Pia.

In diesem Sinne, vier Kinder, vier Trends. Mich wundert es, dass ich überhaupt groß geworden bin, aber was macht man nicht alles für seine Kinder? Ich muss nur aufpassen, dass die Großen dem Kleinen die Milch nicht wegtrinken 😉 

 

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Dr. Pia Will ist Kinderärztin in Klagenfurt und Velden am Wörthersee.

Sie ist in Linz, Berlin und Baden aufgewachsen. Während der Studien- und Facharztausbildungszeit war sie in Wien und Frankreich. Zur Zeit lebt sie mit ihren drei Lieblingen (8, 11 und 15 Jahre) und ihrem Mann in Klagenfurt.

 

 

 

 

 

 

Mit freundlicher Genehmigung und in Kooperation mit: Aptaclub

Hinweis: Bei diesem Post handelt es sich um eine Kooperation. Ich stelle auf meinem Blog ausschließlich Produkte, Firmen, (Online-)Shops etc. vor, von denen ich selber überzeugt bin und die für mich und euch einen Mehrwert bieten und unser "Mama Leben" erleichtern. Entdecke ich durch eine mögliche Kooperation, ein Produkt, das uns zu unserem Glücklich-Sein verhilft, stelle ich dieses durch meine eigene verfasste Meinung in einem Beitrag vor. Der Beitrag ist unterhalb der Überschrift mit "Dieses Posting enthält Werbung" gekennzeichnet.

 

 

 

 

 

6 Comments
  • Eva
    Posted at 22:48h, 17 August Antworten

    Und wie sieht es aus mit Stillen statt Kuh- oder Kindermilch? Würde mich mal interessieren, was auf so einer Fortbildung dazu gesagt wird! Mich als noch stillende würde es durchaus interessieren, worauf ich da bei der restlichen Ernährung meiner 15-Monate alten Tochter noch achten sollte!

    • verena
      Posted at 20:52h, 20 August Antworten

      Muttermilch IST Muttermilch. Hut ab, dass du so lange stillst. Alles Liebe, Verena

      • Eva
        Posted at 21:28h, 20 August

        Ach, das ist reine Bequemlichkeit, wie schafft man es eigentlich sonst, so kleine Wirbelwinde zu einer Pause zu bewegen?

        Ich hatte jetzt auf sowas gehofft wie: „wenn du noch stillst, dann ist es egal, dass das Kind bei Gemüse geekelt den Mund verzieht und Nein ruft“ 😀

        Also war das ernsthaftes Interesse von meiner Seite!

  • Lisa
    Posted at 15:46h, 18 August Antworten

    Super interessanter Beitrag – hab viel Neues erfahren! Wir waren übrigens letztens das erste Mal mit unserem Kleinen (1 Monat) bei Dr. Will und waren super zufrieden und haben uns so gut aufgehoben gefühlt bei ihr! 👍😊
    Liebe Grüße
    Lisa

  • Bambini Belli
    Posted at 14:59h, 19 August Antworten

    Sehr interessant. Danke für den Beitrag. Ich habe momentan mit meinem Großen allerdings das Problem, dass er oft das Essen verweigert, schon bevor er sich überhaupt an den Tisch setzt. Er ist jetzt 21 Monate alt. Er mag nur bestimmte Dinge und das auch nicht immer. Da kommt es vor, dass er sich manchmal nur von Joghurt und Keksen ernährt. Obst rührt er gar nicht an. Da ist es schwierig, auf eine ausgewogene Ernährung zu achten. Mal schauen, wie es mit dem Kleinen wird. Aber der ist gerade mal einen Monat alt, hab also noch etwas Zeit.
    Liebe Grüße,
    Johanna.

  • Lisa
    Posted at 14:23h, 15 Dezember Antworten

    Sehr interessanter Beitrag! Ich habe eigentlich einen sehr guten Esser daheim, verweigert wird selten etwas. Daher supplementiere ich nur Vitamin D, da verwende ich am liebsten die Produkte von https://www.vitaminexpress.org/de/vitamin-d.
    Alles Liebe,
    Lisa

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