Die liebe andere Mama und das Kacka-Eis…

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Liebe andere Mama, ich hoffe, diese Geschichte kommt irgendwie zu dir, denn ich ärgere mich noch immer. Und das bedeutet etwas. Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht gerne urteile. Ich bevorzuge es, zu leben und ebenso leben zu lassen. Im Grunde ist es mir egal, was die anderen tun – jeder sucht den für sich richtigen Weg. Und wir Mamas so oder so, wir wollen doch alle schließlich nur das Beste für unsere Kinder. Sei es nun zu stillen, oder gar nicht zu stillen, ein geplanter Kaiserschnitt oder eine Hausgeburt. Jeder weiß, was für ihn richtig ist, und das ist gut so.

Ups and downs. Eigentlich bin ich inklusive einiger persönlicher Höhen und Tiefen mit diesem Ansatz immer gut zurechtgekommen, kann damit sehr gut leben. Wichtig und ausschlaggebend ist nur, dass niemand anderer zu Schaden kommt. Und da wären wir schon bei der lieben anderen Mama und dem Grund, warum ich noch immer perplex, sprachlos und traurig bin.

Doch schnell zum Anfang, damit ihr mir folgen könnt:

Wir drehen die Zeit bitte um eine Woche zurück, damals war es noch schön warm…

Ohhhhh… Der Altweibersommer zeigt sich von seiner besten Seite. Ich bin mit meinen drei Goldschätzen und ihren zwei entzückenden Freundinnen unterwegs, ich habe die jungen Damen vom Kindergarten und Hort abgeholt, um sie anschließend zum gemeinsamen Ballettunterricht zu bringen. Da mit vier Primaballerinen und meinem kleinen Fräulein immer unvorhergesehene Dinge passieren können, habe ich genügend Zeit für alles eingeplant. Tja, ich lerne dazu – der äußerst großzügige Puffer beträgt 1,5 Stunden! Das bedeutet: Ein Eis geht sich auch noch aus. Die Lieblinge sind Feuer und Flamme, nachdem jede ihre Tüte in der Hand hat, gehen wir auf einen niedlichen Spielplatz in der Nähe der Gelateria.

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Die zwei großen Schulkinder toben gemeinsam herum, die zwei kleineren Prinzessinnen sind in meiner Nähe und der jüngste Sonnenschein sitzt wohlweislich so oder so bei mir auf der Bank. Es ist alles ziemlich ruhig und relaxt, kurz bin ich sogar so stolz auf mich, dass ich heimlich über ein viertes Kind nachdenke. 😉 Doch ACHTUNG! Man darf den Tag nicht vor dem Abend loben.

Plötzlich sehe ich, wie ein zirka sechs- bis siebenjähriger Bub auf die zwei kleineren, eisschleckenden Zuckerpuppen zugeht, die Tüten komisch ansieht und laut „Kacka-Eis“ brüllt. Die Girls sind zwar deutlich jünger als er, aber sie sind dennoch taff, sie schütteln den Kopf und erklären ihm, dass er gehen soll. Hach, die coolen Mäuse, sie helfen sich schon selbst. Ich habe ein gutes Gefühl und auch trotz des Mini-Zwischenfalles kein schlechtes Gewissen, als ich kurz nicht hinsehe und mich meinem mittlerweile „Schoko-Eis-gefleckten“ jüngsten Liebling widme und sie rasch säubere.

„Mama, Mama! Der Junge gibt keinen Frieden“, holt mich meine verschreckte, mittlere Prinzessin kurz später wieder in die Realität zurück. Ich sehe auf, der junge Mann steht noch immer bei den Mädels. „Kacka-Eis!“, sagt er wieder. Nicht einmal. Nicht zweimal. Unentwegt. Der Clou: Seine Mutter steht nun neben ihm. TATSACHE! Doch sie unternimmt nichts, sagt kein Wort. ÄHHHHHHHHH!!!!  „Ihr Süßen, lasst euch nicht unterkriegen, euer Eis schmeckt gut“, probiere ich die Mädchen (und mich) zu beruhigen, die Lieblinge sind irritiert. Während dieser Worte blicke ich auffordernd zur Mutter. Was tut sie? Sie lächelt. Der kleine Mister sagt währenddessen weiter „Kacka-Eis!“ und sieht die zwei kleinen Prinzessinnen böse an.

HALT! Kacka-Eis hin oder her – vielleicht bin ich ja kleinkariert oder spießig, aber ich finde DAS einfach nicht in Ordnung. Ich will nicht, dass meine Kinder andere Kinder beleidigen und umgekehrt ebenso wenig. Die jungen Damen sind sichtlich irritiert. Ich bin traurig und ratlos, verstehe nicht, wie man als Mama so reagieren kann. Jedoch habe ich keine Lust, hier am Spielplatz zu diskutieren, sehe es auch nicht als meine Aufgabe, andere Kinder oder Mütter maßzuregeln. „Kinder, wir gehen! Ich möchte nicht, dass ihr so redet und will auch nicht, dass mit euch so gesprochen wird“, sage ich ziemlich laut und packe alle und alles zusammen. Mr. Kacka-Eis und Mrs. Kacka-Eis-Mama schauen uns perplex dabei zu.

Zur super-trooper Draufgabe kommt es schlussendlich noch im Auto. Mein über alles geliebtes zuckersüßes kleines immer größer werdendes Baby-Mädi hat etwas dazugelernt und schreit plötzlich: „Kacka-Eis“. Nicht einmal. Nicht zweimal. Unentwegt. ÄHHHHHHHHHHHHH!

In diesem Sinne hoffe ich, dass diese besagte andere Mama das vielleicht liest, beziehungsweise würde ich gerne wissen, was sie sich gedacht hat.
Wie reagiert ihr in solchen Situationen?
Ich ärgere mich leider noch immer.

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PS: Details über mich, das Alter meiner Mädis, meinen Mama Blog etc. findet ihr hier.
PPS: Habt euch die Geschichte gefallen, dann würde ich mich sehr freuen, wenn ihr den Post auf Facebook und Instagram liked. Merci <3

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