Zwischen der Arbeit und den Kindern, dem Haushalt, dem Ehemann und allem möglichen stecken wir Mamas viel zurück. Wir kümmern uns um Dies, um Das, denken an gestern oder machen uns Sorgen wegen morgen. Dabei kann vieles relaxter und gelassener ablaufen, bewusster, gechillter sein. Sind es meine vier Kinder, das Älter werden oder Corona – keine Ahnung, aber das Hier und das Jetzt werden mir immer wichtiger. Heute lasse ich euch ein paar Tipps hier, die auch mit vier Lieblingen funktionieren und wirklich gut tun! 

Vom Spagat der Mütter

Der Spagat zwischen den Kindern, der Arbeit, der Wäsche und womöglich noch einem Ehemann (Achtung Sarkasmus! – ich bin unendlich dankbar für ihn) ist wahrlich eine Challenge. Aufregend, herausfordernd, situationselastisch und vielleicht auch so ganz anders als gedacht. Und dennoch gibt es diese wunderschönen und atemberaubenden Momente, die jegliche Anstrengung wettmachen und von denen wir als Nicht-Mama nicht einmal zu träumen gewagt hätten. Ich möchte sie aufsaugen, inhalieren, konservieren und zu 1000 Prozent spüren, anwesend sein.

Mama Achtsamkeit: Mehr im Hier und Jetzt

Wie schon gesagt, es hat sich viel bei mir getan. Das Mama-Hamsterrad hatte mich voll und ganz okkupiert. Ich bin von A nach B – egal ob im Haus oder von Ort zu Ort, zum Teil ferngesteuert, ratter, ratter, ratter… Ein bisschen hier ein bisschen da, vieles auf Durchzug. Gespräche im Vorbeigehen, Bulemie-Telefonieren, wie es eine Freundin nannte, ….  Ende im Gelände, ich will nicht mehr 100 Sachen gleichzeitig tun und denken müssen, ich will einfach bewusster im Hier und Jetzt sein. Mehr genießen! Doch leichter gesagt, als getan. Es gelingt mir freilich nicht immer, aber immer öfters.

Heute lasse ich euch ein paar Punkte hier, die mir beim Thema Mama Achtsamkeit helfen.

#1 Wochenplan

Ich liebe es, spontan zu sein, geht bei vier Kindern aber nur schwer. Der Alltag funktioniert um einiges einfacher, wenn ich mich am Sonntag am Abend hinsetze und die Woche plane. Ich checke die Klavier- und Ballett- oder Sonst-was-Stunden, schau, wer die Kinder hinführen oder abholen kann. Wer wann zum Arzt muss, wie wir es am besten regeln…. Welche Schularbeiten oder Tests anstehen, usw…. Man kann sich dann besser auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Hat weniger Eventualitäten im Kopf. Änderungen gibt es nämlich so oder so ;-)

#2 Änderung der Routinen, zb Morgenroutine einführen

Auch wenn ich mich wiederhole – die Einführung einer Morgenroutine gibt mir sehr viel Kraft, lässt mich schon bewusster in den Tag starten. Ich beginne mit Quick-Yoga und schreibe dann ins 6-Minuten-Tagebuch. Ich mache es bewusst, langsam und nehme mir dafür auch Zeit. Gefangen im Mama-Hamsterrad war mein erster Griff zum Telefon.

#3 Tagesplan

„Eat the frog“ – wie es so schön heißt. Nachdem die Kids im Kindergarten oder Schule sind, heißt es: Arbeiten. Bewusst arbeiten. Nicht im Vorbeigehen. Als Erstes das, was uns weniger Spaß bereitet, dann der Rest. Ich teile mir die Arbeit und die Zeiten ein, so bekomme ich beruflich mehr weiter. Immer eines nach dem anderen….

#4 Stop Multitasking – Mama Achtsamkeit

Mir ist das bei den Kindern schon seit jeher wichtig, es geht nicht alles zusammen. Funktioniert in einer Großfamilie auch nicht anders. Und wie schon gesagt: Ich grenze jetzt auch bewusst meine Mails, die Arbeit, Bestellungen und Co. aus und bearbeite sie, wenn ich mich zu 100 Prozent darauf konzentrieren kann. Geht freilich auch nicht immer, aber immer öfters.

#5 Bewusst und bewusster Essen

Einerseits ist es das „Was“ und andererseits das „Wie“? Ein schnelles Laugenstangerl auf der Fahrt zur Krabbelstube ist okay, aber nicht immer. Ich merke, dass es mir gut tut, wenn ich bewusst auf meine Ernährung achte. Seit über vier Monaten praktiziere ich die 8-16 Methode. Ich esse nur acht Stunden täglich, ich fühle mich so wohler, als nach dem im Stehen hinunter geschlungenen Frühstücksbrot.
Ich esse nun auch mindestens einen Salat am Tag und zwei Portionen Obst und trinke viel Wasser. Auch will ich mir für das Essen selbst bewusster Zeit nehmen, daran arbeite ich allerdings noch. ;-)
Das Paradoxe: Bei den Kindern habe ich von Anfang an auf die richtige Ernährung geachtet – nur auf mich habe ich vergessen.

#6 Ein Hobby, einen Ausgleich

Mein Hobby, mein Ausgleich ist Sport – er gibt mir enorme Kraft und lässt mich danach viel präsenter sein. Andere zeichnen gerne, sticken oder stricken. Es tut gut, wenn man den Ausgleich für sich gefunden hat.

#7 Lass das Smartphone mal weg

Eine Mail hier, eine WhatsApp da, eine Instagram-Nachricht. Glaubt mir, ich weiß, wovon ich spreche… Es tut wirklich gut, sein Telefon bewusst wegzulegen und Pausen zu machen. Sich nicht ablenken zu lassen.

#8 Die 3-2-1 Regel

Ich schaffe es selbst nicht immer, aber ich gebe mein Bestes. Drei Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr essen, zwei Stunden vor dem Schlafengehen weg mit der Arbeit und eine Stunde vor dem Schlafengehen keine Screen-Zeiten mehr. Betrüge dein Handy mit einem Buch! 

In diesem Sinne: Ich würde mich freuen, wenn der eine oder andere Tipp für dich dabei ist!!!
Mama Achtsamkeit, hier habe ich noch etwas für dich: So reduzierst du den Stress

Mama Achtsamkeit

PS: Details über mich und meinem Mama- und Lifestyle-Blog MamaWahnsinn findet ihr hier.