Talentfindung Mamawahnsinn

Mamakolumne: Kinder, Hobbys und die Talentfindung …

Kinder, Hobbys und die Talentfindung – wir hatten in den Instastories ja schon mal die Diskussion. Wie viel machen eure Kinder? Ist es zu viel? Zu wenig? Ich möchte das Thema gerne ausweiten und ihm auch hier Platz geben. Wie viele Hobbys haben eure Kiddies? Ich habe bei uns die Notbremse gezogen und trotzdem fahren wir noch Vollgas…

Probieren geht über studieren…

Wo fangen wir an? Wo hören wir auf? Ginge es nach meinen Goldschätzen, würden sie neben der Schule und dem Kindergarten Tanzen, Singstunden nehmen, Harfe, Violine, Gitarre und Flöte spielen, Reiten, Tennis, Segeln, Kunstturnen und dazu noch Eiskunstlaufen. Tja, probieren geht halt über studieren.

Und zugegeben, im Sommer ließ ich es auch zu – da wir keine großen Pläne und ich wegen der Karenz mehr Zeit als sonst hatte, ließ ich sie schnuppern. Mein Resümee: Im nächsten Leben lasse ich diese Phase dezidiert aus. Die Mädchen probierten, testeten, schauten, was ihnen noch gefallen könnte und ich fuhr von A nach B, von B nach C und D nach E. Schlussendlich mussten sie sich entscheiden beziehungsweise haben wir dann einfach gemeinsam reduziert, denn gefallen hat ihnen mehr oder weniger alles….

Summa summarum ist es sowohl meinem Mann als auch mir wichtig, dass sie sich bewegen oder sportlich betätigen beziehungsweise, wenn sie möchten, auch gerne musikalisch gefördert werden. Nicht mehr und nicht weniger und trotzdem so viel…

Talentfindung Mamawahnsinn

Sport – Talentfindung…

Nachdem die Mädchen schon sehr lange Tanzen, wollten sie etwas anderes ausprobieren – was ich verstehen kann. Wir waren kurz beim Kunstturnen, allerdings nur sehr kurz – sie haben sich schlussendlich dann doch wieder für das Ballett entschieden. Alle drei Mädchen in unterschiedlichen Gruppen zur ähnlichen Zeit – praktisch für mich. Tennis und Segeln hatte im Sommer auch Platz, im Winter gibt es zum Leidwesen meines Mannes und notgedrungen eine Pause. Nächstes Jahr darf er sie dann zum Platz führen.

Wo wir allerdings nicht auskamen, war das Reiten. Wir haben es nicht wirklich verfolgt, es ging eher sporadisch – sprich einen Zehnerblock für eine Saison und drei Kinder – vonstatten. „Mama, ich möchte etwas dazulernen“, lag mir meine Große in den Ohren, verzichtete daraufhin freiwillig auf den Sonderwunsch Eiskunstlaufen und wollte sich mit ihrem ersparten Geld selbst die Stunden bezahlen. Fakt ist es nun, dass sie und die Midi einmal pro Woche zum Reiten gehen, allerdings zu einer sehr moderaten Zeit. Sonntags am Vormittag, ich lasse in der Zwischenzeit die Kleinen bei meinem Göttergatten und fahre mit den Mädchen zum Stall.

Musik – Talentfindung…

Zusätzlich zu den Ballett- und Reitstunden wollten sie Harfe, Violine oder doch Gitarre spielen. Mein Statement dazu: „Ihr seid 8 und 7, bitte lernt einmal Blockflöte und wenn euch das gefällt, könnt ihr euch überlegen, was ihr weitermachen wollt.“ Tja, die Musiker oder meine geliebte Schwiegermutter werden mich jetzt wahrscheinlich rügen, aber ich stehe dazu. Ich möchte, dass sie die Noten lernen und sich dann entscheiden. Ein „… oder doch Gitarre…“ ist mir zu wenig. Wir dürfen nicht vergessen, dass sie in der zweiten und dritten Klasse sind und noch mehr als genug Zeit haben.

Ein weiterer ihnen sehr wichtiger Punkt waren Gesangsstunden. Sie hatten im Sommer im Zuge des Tanz-Workshops die Ehre, bei einer tollen Musicalsängerin Unterricht zu bekommen. Zugegeben, nach zwei Stunden merkte man bereits den Unterschied und sie wollten unbedingt weitermachen. Hier bin ich aber Realist, wenn es ihnen mit 13 oder 14 noch immer gefällt, liebend gerne – jetzt hab ich zu ihnen gesagt, sie sollen fürs Erste einmal schlicht und einfach in den Schulchor. Sorry… Angesichts der vielen Aktivitäten erscheint mir das am logischsten.

In diesem Sinne würde es mich interessieren, wie ihr es handhabt. Was machen eure Lieblinge alles – welche Hobbys haben sie? 

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PS: Details über mich, das Alter meiner Lieblinge, den Mama Blog etc. findet ihr hier.

7 Comments
  • Kathrin
    Posted at 10:27h, 29 Oktober Antworten

    Hallo,
    ich habe in meiner Kindheit nur eine kleine Weile Blockflöte gespielt und dann jahrelang geturnt Da allerdings meiner Mutter vorgeworfen, warum ich das nicht schon früher angefangen habe.
    Den Fehler wollte ich bei meiner Tochter jetzt nicht machen (inzwischen 5) und trotzdem bekomme ich es nicht auf die Reihe.
    Teilweise sagt sie dann, sie will gar nirgends hin, dann ist es eine Zeit, die ich nicht schaffe, dann kommt wieder etwas anderes. Ballett hat sie mal in einem VHS-Kurs ausprobiert, war ihr dann aber schnell „zu anstrengen“ (na dann…).
    Ich bewundere Familien, in denen die Kinder so viel Neues ausprobieren können. Betonung auf ausprobieren. Vielleicht habe ich – und meine Tochter im übrigen auch – einfach zu viel Bammel vor Neuem und unbekannten Gruppen.
    Liebe Grüße
    und viel Spaß euch!
    Kathrin

  • Julia
    Posted at 14:16h, 29 Oktober Antworten

    Hallo,
    Mein Großer ist jetzt in der 1.Klasse und spielt jetzt schon das 2.Jahr Geige…er war derart hartnäckig und hat mich über ein Jahr mit dem exakten Wunsch nach der Geige „gequält“, also durfte er nach einem Jahr Gejammer dann doch in der Musikschule beginnen. Wie sich herausgestellt hat, passt dieses Instrument tatsächlich zu ihm 😍.
    Beim Sport mussten wir auch die Notbremse ziehen, da Fussball- und Eishockeytraining zu viel geworden wäre, schließlich hat er ja auch mit der Schule begonnen. Fussball gibt’s dann im Sommersemester wieder und mit Papa im Garten 😉.
    Die Mittlere (3) will alles, was der Große macht, auch keinen „Mädchensport“, sie will nur Eishockey 🙄…also darf sie auch mit in die Eishalle. Und der Kleinste (8 Monate) ist immer mein Copilot im Auto…fühle mich wie ein Taxiunternehmen! Wie soll das noch weitergehen? Keine Ahnung 🤷‍♀️
    Glg
    Julia

  • Kerstin Fellner
    Posted at 18:25h, 29 Oktober Antworten

    Hallo,
    diesen Freizeitstress kenne auch ich! Bei mir ist es allerdings erst mal nur ein Kind. Meine Tochter (7 Jahre) geht ein-zweimal die Woche ins Schwimmtraining…geht gar nicht anders als Schwimmerfamilie 😉 und dann geht sie noch tanzen und seid diesem Schuljahr auch zum Blöckflöten-Unterricht…was mir auch wichtig war, um mal die Noten zu lernen! Da mein Mädel ebenso eine begeisterte Pferdenarrin ist, darf sie ab und zu mal eine Reitstunde nehmen aber nicht noch etwas zusätzlich fixes in der Woche…eben auch mal an einem Wochenende!
    Dann wollen sie ja auch noch zu Hause spielen und mal nichts tun…finde das ebenso wichtig, oder auch mal eine Freundin einladen!
    Wir sind gespannt was unser junge Mann mal machen wird, aber da ist ja noch etwas Zeit!
    Bei dir gehts da etwas runder mit drei Mädels…ich bewundere dich…mir reicht schon ein Mädel und ihre ganzen Ansprüche :)))
    Liebe Grüße
    Kerstin

  • Vogl Bianka
    Posted at 19:38h, 29 Oktober Antworten

    Oh ja, diesen Freizeitstress kenne ich auch nur zu gut.
    Ausprobieren dürfen meine Mädels auch. Momentan geht die Große (6) in Minihandball, Tanzen und Schwimmen, eines davon am Samstag früh. Die Mittlere (4) in Turnen und demnächst wohl auch zum Schwimmen. Allerdings liegt das momentan noch parallel zur Großen.
    Der kleine Mann (2) geht zum Mutter-Kind-Turnen und wenn wir es zeitlich schaffen (ist von den Hausaufgaben der Großen abhängig) gehen wir zur Mutter-Kind-Gruppe.
    Ein Pferd haben wir selbst daheim, das täglich versorgt werden muss. Geritten wird mindestens einmal die Woche, je nach Zeit und Wetter.
    Es ist schon recht voll und durchgeplant, aber geht es und gerade im Winter, wenn die Kinder nicht so viel in den Garten können, finde ich es gut, wenn sie sich bewegen.
    lg
    Bianka

  • Martina
    Posted at 20:30h, 29 Oktober Antworten

    Hmm… klingt alles sehr anstrengend… Ich halte persönlich nichts davon die Kinder durch die Gegend zu führen um sie womöglich zu Kursen zu bringen, die ihnen garkeinen Spass machen. (Erlebe ich oft im umfeld)
    Solange die Kids zuhause, mit Freunden und Geschwistern gut beschäftigt sind, brauchen sie kein extra Entertainment..
    Wenn sie im Schulalltag den Wunsch nach mehr äussern, dürfen sie gerne einen Sport oder/und ein Instrument lernen. Aber mit Mass und Ziel und am liebsten selbst mit dem Rad hinfahren (Wir leben in der Wiener Vorstadt, daher noch möglich)

    Ich habe in Kürze 3 Buben (nr. 3 kommt in ca 4 Wochen) im Alter von 0-4, bin berufstätig und auch Egoist, dh mir ist auch meine freie Zeit heilig 😉

    Auch ich habe bei ersten Kind babyturnen, schwimmen und Co ausprobiert und kann daher für uns sagen, dass es nur Geld kostet und kaum einen Nutzen hatte und man am Ende meistens nur gestresst zwischen schlafenszeiten, füttern und Kurs ist.

    Aber das ist meine Erfahrung und meine Art unsere Kinder zu erziehen. Nach dem KIGA braucht es m.M nach nur Ruhe und freies Spiel zuhause/im garten oder mit Freunden und keine zusätzlichen kurse. Das würde ich auch zu Schulbeginn so halten und falls nach entsprechender Eingewöhnungs Zeit noch soviel Raum für neues bleibt, dann kann man gerne was probieren.

    Respektiere aber, wenn es andere Eltern anders machen. Ist ja immerhin aus wirtschaftlicher Sicht Arbeitsplätze schaffend 🙂

  • Astrid
    Posted at 23:06h, 29 Oktober Antworten

    Oh ja das Ausprobieren kenne ich. Der Große hatte bis er 5 war einmal die Woche Turnen. Dabei wurde z. B. 2 Wochen lang nur rennen und laufen gemacht, dann 2 Wochen Ballspiele etc. So konnte er überall reinschnuppern und hat die Freude an der Bewegung entdeckt. Tja und dann war er beim Schnuppertag Eishockey und seitdem trainiert er zweimal die Woche und das Turnen haben wir gecancelt. Hinzu kommt noch einmal wöchentlich ein Kurs zum Schwimmen lernen. Das war mir wichtig und macht ihm viel Spaß. Einmal in der Woche hat er Trompetenunterricht. Seitdem er ein Jahr ist gehe ich mit ihm zu einer tollen Musiklehrerin. Da durften sie auch verschiedene Instrumente ausprobieren. Wobei ihm schon lange klar war, dass es die Trompete sein muss.
    Der Dreijährige liebt Musik noch mehr als sie Bruder und freut sich jede Woche auf seinen Musikkurs mit singen und tanzen. Zusätzlich geht er auch einmal die Woche Turnen.
    Mal schauen welche Sportart und welches Instrument es bei ihm wird. Bisher beharrt er darauf Gitarre zu lernen und Fußball zu spielen. Ach ja auch ansonsten wird gekickt was das Zeug hält.
    Ich bin froh, dass wir alles so verteilen konnten, dass beiden Jungs noch zwei Wochentage nachmittags frei bleiben. Schwimmen fällt nach diesem Jahr als wöchentliche Aktion für den Großen weg. Dafür startet dann der Kleine. Und meine beiden Energiebündel brauchen Bewegung und Sport.

  • Victoria Zimmermann
    Posted at 06:42h, 30 Oktober Antworten

    Guten Morgen,
    Mein älterer Sohn (7), geht seit ca 1,5 Jahren reiten, das auch bei behalten möchte trotz seit Schulbeginn basketball u jetzt auch noch Pfadfinder. Basketball u reiten sind zu uhrzeit die für mich in Ordnung sind. Aber die Pfadfinder sind um 17:30 und ich muss da 30 min hin fahren, und dauert 1,5 h, zu kurz um mit dem jüngeren etwas zu unternehmen. Naja mal schauen wie lange die Pfadfinder interessant sind.
    Der kleine Mann (5), hat bis jetzt noch keine sportlichen Aktivitäten, möchte aber etwas finden das ihm auch Spaß macht. Beide sind sie zum kinderturnen gegangen, das lässt sich jetzt nicht mehr vereinbaren mit dem grossen.
    Ich frag mich immer wie meine Eltern dad mit 6 Kindern gemacht haben!?!

    Ich bewundere Eltern (Mütter) mit mehr als 2 Kindern die so ein Management haben.

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