Mamakolumne atemlos im Auto

Mamakolumne: #momof4 atemlos im Auto…

Also, Hut ab vor 6inavan, die viele Fahrerei mit dem Van wäre nichts für mich, zumindest noch nicht. Aufgrund meiner Einpark-Phobie benötige ich derzeit noch die Hilfe meiner Kinder und die Lieblinge haben mir letztens mehr als nur aus der Patsche geholfen. Ich war kurz vorm Einpark-Burnout, das mich nervöser als vier schreiende und raufende Kiddies macht. Einfach atemlos im Auto halt… 

Ich kann Autofahren!!!

Ihr kennt mich, bevor ich zum Punkt komme, muss ich manchmal leider etwas ausholen. Egal was mein lieber Göttergatte auch behauptet, ich mag keine geschlechtsspezifischen Klischees und bin felsenfest davon überzeugt, eine ausgezeichnete Autofahrerin zu sein. Als Werkstättenkind ja auch kein Wunder. Ich durfte – off-record – schon mit zehn hinters Steuer und habe am eigenen Grundstück mit meinem Papa viel probiert und geübt. Der Unterschied: Der damalige Renault R5 ist halt um einiges kleiner als unser riesengroßes Familienmobil.

Überlängen sind allerdings ja immer kompliziert, sagt man! Und genau deshalb meide ich es (noch), mit dem neuen, großen Auto in die Stadt zu fahren, außer vielleicht in ein Einkaufszentrum, wo ich zwar niemals am extra breiten Familienparkplatz ein Platzerl finde, weil der ist scheinbar so oder so nur für kleine Flitzer mit älteren Passagieren reserviert, aber egal. Das Sudern und Jammern bringt trotz allem nichts, es gibt Situationen und Tage, da komme ich nicht aus, ich muss einfach den Van nehmen, ob ich will oder nicht.

Mamakolumne atemlos im Auto

Mamakolumne: Atemlos im Auto

So auch an diesem besagten Tag. Wir sind – wie so oft – ziemlich spät dran, doch alleine als ich ins Auto steige, hätte ich es ahnen können: Helene Fischer sitzt im Radio-Studio, nicht nur mein Körper vibriert, auch meine Ohren und das alles um 7.30 Uhr in der Früh! Vor allem deshalb, weil nun die Musik freilich auf extra-laut gestellt werden muss, schließlich sind ja auch ihre größten Fans mit mir an Bord. Sorry, über die Musik-Geschmäcker lässt es sich streiten, aber Nirvana und David Bowie sind mir lieber. Doch bei meinen Sonnenscheinen komme ich nicht mehr aus, atemlos im wahrsten Sinne des Wortes, die Schatzis trillern lautstark mit. Ich bin nur erleichtert über die Tatsache, dass mein ältester Liebling seine Blockflöte zu Hause vergessen hat, wenigstens diese Kombination bleibt mir erspart.

So weit, so gut, atemlos fahren wir also zu einer Freundin und ihrer Tochter, wir müssen mit ihr und den Schatzis zu einem gemeinsamen Termin. Als unsere zwei Gäste ins Auto steigen läuft schlussendlich sehr passend tatsächlich das Lied „Atemlos“. Meine liebe Freundin ist kurz irritiert, ihre Tochter stimmt währenddessen ein. Tja, that’s Mum life!

Glaubt mir, ich versuche mehrmals das Radio leiser zu stellen, doch vergebens. Zwischenzeitlich höre ich mir das Interview an, das sich jedoch als sehr interessant mit wertvollen Infos herauskristallisiert: Wichtig sind die Frisur und die Schuhe, wenn diese Kombi passt, sieht jede Frau super aus. Ich nehme mir das zu Herzen und fixiere gedanklich schon den nächsten Friseurtermin und sehe mich im Schuhgeschäft. Auch erfahren wir, dass Helene viel Yoga betreibt, auf die Entspannungsübungen im Straßenverkehr warte ich allerdings vergebens. Die hätte ich jetzt nämlich dringend gebraucht. Denn umso näher wir unserem Zielort kommen, umso mehr wird mir bewusst, dass wir ziemlich, ziemlich  spät dran sind und wahrscheinlich nur schwer einen Parkplatz finden werden. Mit ziemlich, ziemlich spät dran meine ich, dass wir eigentlich bereits da sein müssten, ich liebäugle mit Plan B, der folgend aussieht: Meine Freundin und die Kids hüpfen schnell aus dem Auto und ich fahre ein bis zehn Runden. Vielleicht hat dann jemand Mitleid und stellt sein Auto um, ansonsten sehe ich um acht Uhr in der Früh schwarz für meine Parkplatzsuche.

Doch meine Stoßgebete in Richtung Himmel wurden offensichtlich erhört, wir haben ein irrsinniges Glück. Direkt davor gibt es auf der linken Seite eine kleine Lücke. Meine Einpark-Phobie, die Angst zu spät zu kommen und Helene im Dreierpack versetzen mich kurz in einen Ausnahmezustand. Meine Freundin beruhigt mich, erklärt mir, in welchem Winkel ich in den eigentlich zu kleinen freien Platz hineinfahren soll. Sie ist diesbezüglich schon erfahrener und geübter als ich, sie hat ihr extra-langes Mobil bereits seit November. „Du wirst sehen, es wird!“, sagt sie immer. Tja… Als ich den Blinker setze und anfahren will, zweifle ich nochmals kurz, irgendwie sind die anderen Autos alle kürzer, ich stehe sicherlich einen Meter über der Linie. „Egal, das passt schon“, so meine Freundin, die Zeit drängt schließlich.

Ich bin mir unsicher. Plötzlich kommt die Rettung von der Rückbank, die Mädchen hören kurz auf mit Helene zu singen und fragen: „Sag mal, was wollt ihr in diesem Mini-Parkplatz? Auf der anderen Seite ist eine gesamte Reihe frei!“ Ohhhhhhhh…. Da könnten fünf Vans hintereinander stehen beziehungsweise nach mir noch dreieinhalb!

In diesem Sinne: Ende gut, alles gut! Und spätestens in einem halben Jahr kann ich es auch!

Mamakolumne atemlos im Auto

PS: Details über mich, das Alter der Lieblinge, den Mama Blog MamaWahnsinnHochVier etc. findet ihr hier.

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