Meditation für Anfänger…. Seit ich merke, wie gut mir meine Morgenroutine tut, erkundige ich mich freilich, was andere so machen. Viele Promis schwören zum Teil ja neuerdings, ein paar schon länger, auf das Meditieren. Nun, ja, sie haben bestimmt keine vier Kinder und ein Morgenchaos in der Früh, aber egal. Dennoch interessiert es mich brennend und ich habe mich gefragt, wie man Meditieren lernen kann.

Meditieren lernen leicht gemacht

Zugegeben, ein wenig Erfahrung – sprich so einige Meditationen – habe ich schon hinter mir. Ich habe das 2020 gelernt und weiß also, dass es wirklich gut tut und mich zur Entschleunigung bringt. Sonst würde ich bestimmt keine Expertin fragen, wie man das Meditieren leicht lernen und es  zusätzlich in einen Alltag mit vier Kids, dem Blog, meinem Onlineshop, der Wäsche, dem Haushalt, dem Baby-Hund..  unterbringen kann.

Über Instagram bin ich schon etwas länger her auf Christine Karall – christinemeditation – gestoßen. Die zweifache Mama ist Achtsamkeitstrainerin und Meditationslehrerin. Sie erstellt auf Anfrage sogar persönliche Mediationen. „Ich meditiere selbst seit über 16 Jahren und könnte es mir ohne nicht vorstellen“, erzählt die Österreicherin, die in Deutschland lebt. Heute lässt uns Christine wertvolle Tipps hier – die perfekte Meditation für Anfänger.

5 Tipps Meditation für Anfänger

Kein Vergleich, keine Bestzeit – Christine verrät uns, wie Meditieren im Alltag integriert werden kann. „Zum Schlechtfühlen haben wir schließlich auch keine Zeit“, zitiert sie Gabby Bernstein.

#1 Lass dir Zeit

Es gibt so viele unterschiedliche Meditationsformen und Meditationen. Da ist es nicht ganz einfach, die richtige für einen zu finden. „Nimm dir für diese Suche Zeit und nutze kostenlose Portale/Apps, um herauszufinden, was dir gefällt“, so Christine. Meditationen mit/ohne Musik, mit/ohne Mantra, singen, sitzen, liegen, gehen, schweigen. Bei geführten Meditationen: Magst du eine weibliche oder eine männliche Stimme? Welches Thema ist gerade präsent in deinem Leben?

Die Meditationswelt ist eine große und sie steht jederzeit für dich offen! Du brauchst nur den ersten Schritt zu gehen.

Kostenlose Portale/Apps: Christine stellt ihre Meditationen auf der App Insight Timer kostenlos zur Verfügung. Weiters sind Calm und 7Mind sehr beliebt, sie haben auch eine kostenfreie Nutzungsvariante so wie Insight Timer.

#2 Du kannst nichts falsch machen

„Du kannst genau da anfangen, wo du gerade bist. Du brauchst kein bestimmtes Wissen, keine bestimmte Atemtechnik. Du brauchst nur dich, Zeit und Raum. Meditation ist – wie der Mensch selbst – etwas Natürliches“, erklärt Christine.

Alle Gedanken und Gefühle sind erlaubt! Das Ziel ist nicht das Nicht-Denken, es ist der Prozess des Bewusstwerdens. „Jeder einzelne Gedanke, den du während einer Meditation hast, ist der Beweis dafür, dass du Stress loslässt. Hab’ also keine Angst, zu viel zu denken und/oder zu fühlen“, so die Mediationslehrerin. Falls ihr mal bei einer Meditation einschläfst, ist auch das absolut richtig. Der Körper hat sich das genommen, was er am meisten brauchte: Schlaf.

Wie wirkungsvoll/hilfreich eine Meditation tatsächlich war, erfährt man immer erst nach der Meditation. „Ich verspreche dir, da warten noch viele Überraschungen auf dich!“, so Christine. Diese Überraschung bringt auch schon die Meditation für Anfänger mit sich.

Meditierten für Anfänger oder Meditieren lernen, ich habe so viel darüber gehört und habe mir bei einer Expertin Tipps geholt.

#3 Mach‘ es dir leicht

„Beginne, wenn es am einfachsten für dich ist und das ist in den meisten Fällen morgens. Denn am Morgen ist unsere Willenskraft noch am größten und sie nimmt im Laufe des Tages ab“, so die zweifache Mama und rät zu folgendem Ritual:

  • Suche dir am Vortag in Ruhe eine Meditation aus, die du dir dann am nächsten Morgen anhörst. Lege fest, wo du meditieren möchtest und lege dir schon alles bereit: Kissen, Decke, Kopfhörer etc.
  • Stelle dir den Wecker & trage die Meditation in deinen Terminkalender ein, so wie du es mit jedem anderen wichtigen Termin machst.
  • Die Kunst besteht darin, dir alle Widerstände aus dem Weg zu räumen, so dass nichts zwischen dir und deinem Meditationserlebnis steht.

#4 Weniger, dafür konsequent

Man muss nicht stundenlang meditieren, damit sich die positive Wirkung der Meditation entfaltet. Wenn man täglich ca. 12 Minuten meditiert, hat man auf Dauer mehr davon, als wenn man einmal 60 Minuten meditiert und dann nie wieder. Der Mensch und auch der Körper ist ein Gewohnheitstier.

Ein toller Sitestep von Christine: Falls du nun sagst: Ich habe keine Zeit, täglich 12 Minuten zu meditieren, möchte ich Gabby Bernstein zitieren, die darauf folgende Antwort hat: „Hast du denn Zeit, dich schlecht zu fühlen?“ Ich nehme an, deine Antwort ist nein. Wer möchte sich schon schlecht fühlen?

#5 Sei neugierig

„Geh’ neugierig an diese Sache ran. Es ist deine Reise, deine Erfahrung. Jede Meditation ist anders, denn du bist jedes Mal anders, und dennoch hat jede Meditation eins gemeinsam: DICH. Es ist unfassbar, wie viel man über sich und sein Leben erfährt und wie sich alles im Leben entzerrt, wenn du eine Meditationspraxis hast“, so Christine.

„Es gibt keine „Bestzeit“, kein Wettrennen, keinen Vergleich, keine Konkurrenzgedanken. Du kannst dich also entspannen und mit voller Neugier mit dem Meditieren beginnen“, so die Expertin und lässt uns abschließend diese schönen Worte hier:

„Ich wünsche dir, dass du Mediation als das siehst, was es ist: Dein Zuhause, dein Raum, dein Rückzugsort, wo du zu 100 Prozent sein kannst, wer du bist. Wo du gehört, gesehen & gehalten wirst. Wo du Antworten bekommst und dich auch einfach mal fallen lassen kannst.“ 

 

In diesem Sinne vielen vielen herzlichen Dank liebe Christine!
Ich hoffe, die Meditation für Anfänger bringt auch dich beim Meditieren lernen weiter. 

 

 

Info zur Person: Christine Karall ist zweifache Mama, Achtsamkeitstrainerin und Meditationslehrerin. Seit Jahren arbeitet sie als Coach für Frauen, die ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben führen und sich nicht mehr dem klassischen Rollenbild der Gesellschaft fügen wollen. Ihre einzigartige Herangehensweise ist stark geprägt von Kate Northrups „Do-Less-Prinzip“ (eine spezielle Art des Zeit- und Energiemanagements für Frauen), ihrer professionellen Schauspielausbildung und ihren eigenen Erfahrungen beruhend auf jahrelanger täglicher Meditations- und Achtsamkeitspraxis. Mit ihrer Arbeit bietet sie Frauen alternative Methoden, mit gesellschaftlichem Druck, Stress, Angst und Überforderung umzugehen und sich selbst wiederzufinden. Denn eine Frau, die sich selbst mehr vertraut, als allen anderen Menschen, ist unaufhaltsam.