Meiner, mir, mich und die Kinder

MEINER, MIR, MICH und die Kinder…

MEINER, MIR, MICH und die Kinder… Hach, wer kennt das nicht? Meiner, mir, mich oder besser alle, alles und jeder gehört den Kleinen. Gerade eben ist mein jüngstes Mäuschen mit meinem Lipgloss davon gedüst, hat es ich auf die Lippen geschmiert und ziemlich standhaft mit den kleinen Händchen in ihre Hüfte stemmend behauptet, dass das ihres ist. Tja, wenn ich es nicht besser wüsste, hätte ich es geglaubt. Und da wären wir schon beim eigentlichen Problem.

Abgesehen von den Sachen und Dingen, die wir halt so verlieren, kommen immer wieder neue Sachen dazu, die definitiv nicht uns gehören. Das kann dann schon sehr unangenehm und peinlich werden.

Der Fundus vergrößert sich

Alles schon gehabt, denn unser Fundus vergrößerte sich jedes Mal, wenn die lieben, sehr hilfsbereiten Großeltern die Kleinste von der Krabbelstube abgeholt haben. Neue Schuhe, neue Gummistiefel, neues Spielzeug. Ein Highlight war bestimmt der grüne Dino-Rucksack. Erzählen kann ich das jetzt aber nur, weil der Goldschatz mittlerweile nicht mehr in der Krabbelstube ist und zum Glück Gras darüber gewachsen ist. Als ich damals unsere Zuckerpuppe von meiner Mutter abholte, zeigte sie mir stolz ihren „neuen“ Rucksack. „Mama, Mama – schau!“, erklärte sie mir. Naiv und gutgläubig wie ich bin, fragte ich nach, wo ihr die Oma den „schönen“ Rucksack kaufte.

Tja… „Ist das nicht ihrer?“, sah mich meine Mutter irritiert an und fuhr fort: „Sie hat standhaft behauptet, er gehört ihr und: MEINER! MEINER! MEINER geschrien!“ Der Clou: Als ich den Rucksack dann öffnete, stand dick und fett Sebastian drin, zum Glück war auch eine Telefonnummer dabei, die ich sofort wählte. Die Mutter war heilfroh, sie hat den Dino nämlich schon gesucht und der kleine Bub war sehr traurig…

Das war noch nicht alles, ähnlich ging es uns mit Gummistiefeln, die der Liebling plötzlich im Garten der Großeltern trug. ENYA stand dick und fett drauf. „Hast du das nicht gesehen oder heißt sie jetzt ENYA?“, fragte ich nach. „Nein, sie hat MEINE, MEINE gesagt“, hörte ich wieder als Entschuldigung. AH-HA.

MEINER, MIR, MICH: Reumütig

Ich marschierte dann jedes Mal reumütig in die Krabbelstube und entschuldigte das Versehen. Nur einmal, da war ich mitschuldig und das tut mir heute noch sehr, sehr leid. Die Kleinste nahm vor den Feiertagen eine Puppe mit, der Oma oder Omi – so genau weiß ich das nicht mehr – hat sie wieder einmal erzählt, dass das ihre sei. Dass die beiden bei unseren 100 Puppen den Überblick verlieren, kann ich verstehen – sie kennen die Puppen-Mini-Mes nicht auseinander. Dieses Mal war es allerdings die Puppe eines anderen Mädchens und da ich nach den Feiertagen auch nicht sofort in die Krabbelstube kam und es auch gar nicht mitbekommen habe, lag die Puppe schlussendlich ziemlich lange bei uns. „Das Mädchen war schon sehr traurig“, erklärte mir die Erzieherin, als ich sie dann zurückgab. Wenn ich daran denke, bekomme ich jetzt noch ein schlechtes Gewissen, das arme Kind….

Was mich tröstet: Wir sind nicht die Einzigen. Meine Freundin, die den Text vorab gelesen hat, erzählte mir, dass ihre kleine Prinzessin, die ebenfalls im Krabbelstubenalter ist, letztens gemeinsam mit der Oma einen riesengroßen fremden Bagger heimgebracht hat. Die Großmutter meinte daraufhin nur: „Was soll ich tun? Sie hat standhaft MEINER, MEINER behauptet.“ 😉

In diesem Sinne geloben wir Besserung, mit dem Kindergarten brechen auch neue Zeiten herbei.
Wie geht es euch mit diesem Thema? Kommt euch das ebenfalls bekannt vor?

Off record: Im Prinzip waren wir nicht anders, ich weiß noch, dass damals ziemlich viel mir gehört… 🙂

 

PS: Details über mich, das Alter meiner Mädis, meinen Mama Blog etc. findet ihr hier.

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3 Comments
  • Südstadtmutter
    Posted at 22:01h, 20 August Antworten

    Das kommt mir sehr bekannt vor! Die Großeltern haben sich beim abholen noch gewundert, warum die neuen Stiefel so groß sind… die Mama des Buben mit einer drei schuhnummern größeren schuhgröße war Not amused…

  • Tanja
    Posted at 11:37h, 21 August Antworten

    Mhm, wir waren bis dato immer auf der anderen Seite…
    Mein Mini musste im vergangenen Kindergartenjahr 2mal ohne (!!) Schuhe nach Hause gehen, da sie im Garten des Kindergartens verwechselt wurde oder halt beliebt waren. Im Sommer war es eh halb so wild – aber halt lästig.
    Spielsachen dürfen bei uns (zum Glück!!) nicht mitgebracht werden. Das Drama eines Verlustes möchte ich mir da gar nicht erst ausmalen!
    Alles Liebe,
    Tanja

    • verena
      Posted at 05:01h, 22 August Antworten

      Hallo meine Liebe! Ich verstehe, dass ist wirklich ungut und ärgerlich. Spielsachen müssen bei uns auch in der Garderobe bleiben, aber irgendwie schafften sie es immer wieder… schönen Tag und alles Liebe, Verena

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