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Mompreneur: Kathi und die minibag

Mhm… Taschen und ich, das ist ein – sagen wir mal – spezielles Verhältnis. Von ungefähr haben meine Lieblinge dieses Faible und ihre 10.000 Bags nicht. Doch zu meiner Verteidigung, mit den Jahren bin ich „eigener“ geworden. Tasche ist nicht Tasche und ich kaufe mir auch nicht jede. Im Gegenteil – nur Bestimmte. Und heute möchte ich euch ein entzückendes Modell vorstellen. Allerdings überzeugt mich hier nicht nur das stylische und durchdachte Design, sondern auch die Story dahinter. Denn die hinreißende und innovative Mama Kathi Goldscheider hat ihre schöne minibag aus der Not heraus „erfunden“.

Ich finde es bewundernswert, was Kathi oder manche Mamas neben den Kiddies so schaffen. Mompreneurs, Working-Moms oder innovative Mamas – sie sind einfallsreich, phantasievoll, entwerfen wunderschöne Dinge, gründen Unternehmen. Ab und an möchte ich euch deshalb in Zukunft besonders innovative Mamas vorstellen.

Und wie schon gesagt, nicht nur aufgrund meines Taschen-Faibles macht Kathi heute den Anfang. 😉 Sie kommt ursprünglich aus Graz und lebt nun in Lachen am Zürichsee in der Schweiz und ist selbst eine dreifache Mama. Ihre Lieblinge sind 8, 6 und 3 Jahre alt. Tja, und so nebenbei designt und vertreibt sie die coole Bag. Lest euch das Interview durch und erfahrt mehr über sie und die Stylo-Bag.

Mompreneur Kathi

Liebe Kathi, bitte sei so lieb und erzähle, wie du auf die Idee gekommen bist? Wie ist die minibag entstanden?

Kathi: Ich bin 2007 zu meinem damaligen Freund und jetzigen Mann von Österreich in die Schweiz gezogen und habe eine Firma gegründet, die Promotionwear bedruckt und bestickt und Werbeartikel herstellt: die T-Shirt AG. Diese Firma gibt es nach wie vor und wir haben viele österreichische und Schweizer Kunden.
Ich wusste immer, dass ich selbständig sein möchte. Für mich ist es die einzige Möglichkeit, wenn man arbeiten, Kinder haben und auch Zeit mit ihnen verbringen will. Ich kann flexibel arbeiten und mir die Zeit einteilen.
2009 wurde dann unser Sohn geboren, 2011 unsere Tochter und wie das bei Müttern mit kleinen Kindern so ist, verbrachte ich viel Zeit auf Spielplätzen. Das Baby im Kinderwagen, der Zweijährige auf der Schaukel oder Rutsche. Ich hatte immer dasselbe Problem: Während ich auf meine Kleinen aufpasste und ständig in Aktion war, wollte ich meinen Schlüssel, die Karten, mein Geld und das Telefon nicht unbeaufsichtigt im Kinderwagen lassen.
Daraufhin suchte ich im Internet nach einer kleinen Tasche, die groß genug für alle Ausweise, Karten, das Telefon, den Schlüssel und einen Lippenstift war und mit einem Schulterriemen getragen oder ohne Gurt einfach in der Wickeltasche verstaut werden kann. Das Suchen war umsonst, ich fand keine einzige Tasche, die diese Anforderungen erfüllte….

Wie ging es dann weiter? 

Kathi: Ich überlegte mir daraufhin, wie die perfekte Tasche aussehen könnte, und bat eine Freundin, meine Idee als Tasche umzusetzen und mir einen Prototypen zu nähen. Diese wurde mein täglicher Begleiter und ich konnte mir bald gar nicht mehr vorstellen, wie das Leben ohne sie war. Ich wurde auch regelmäßig auf die Tasche angesprochen. Bald stellte sich heraus, dass die Tasche nicht nur für Mütter ideal ist; die Kombination aus Geldtasche, Clutch und kleiner Tasche fand so viel Anklang, dass ich beschloss, daraus ein Produkt für alle Frauen zu machen.
Aus der kleinen Tasche wurde die minibag und mein drittes Kind war geboren 🙂 ein viertes kam dann auch noch…

Gratulation. Dein kleinstes Kind ist jetzt drei Jahre alt. Hat sich die minibag in der Zwischenzeit verändert? 

Kathi: Die letzten beiden Jahre haben wir getüftelt und unzählige Prototypen gefertigt, bis die neue minibag perfekt war. Das Innenteil ist nun herausnehmbar, um die minibag leichter wechseln und Farben flexibler kombinieren zu können. Auf maximaler Länge kann der Gurt exakt fünfmal um die Tasche gewickelt werden und macht die Shoulder Bag zur Clutch. Man kann minibag auch um den Bauch als Hipster bag tragen.

Lief immer alles glatt? Gab es Schwierigkeiten?

Kathi: Es gibt immer Anfangsschwiereigkeiten. Bis man die richtigen Firmen gefunden hat zahlt man immer „Trottelsteuern“ 🙂 Ich habe zu Beginn das Doppelte fürs Leder bezahlt und Unsummen für das Nähen der  Prototypen ausgegeben.
Wir hatten auch den Ehrgeiz, ohne Karabiner auszukommen und haben 3 D-Drucke aus Metall machen lassen um dann festzustellen, dass diese einfach nicht so gut halten. Aber mir ist wichtig, dass die Form der Funktion folgt. Deswegen hat die Tasche zum Beispiel auch einen Zipp als Verschluss und nicht nur einen Druckknopf.

Wo und wie vertreibst du die Tasche?   

Kathi: Wir sind mittlerweile in 50 Geschäften in Österreich, Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz vertreten. Momentan suche ich eine Vertretung für Deutschland und Österreich. Obwohl wir ein kleines Team sind, haben wir schon ein paar Tausend Frauen mit minibags beglückt!

Bitte noch einen Tipp an alle Mamas, die eine Idee haben, die sich selbstständig machen wollen. Was ratest du ihnen? 

Kathi: Ich habe so viele Freundinnen, die gute Ideen haben und Ihr perfektes „Ding“ machen wollen und vor lauter Perfektionsanspruch nicht mal starten. Ich rate immer: fangt einfach damit an. das eine ergibt dann das andere 🙂

 

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In diesem Sinne: Liebe Kathi, vielen herzlichen Dank für das Interview und alles Gute für deine Familie und deine trendy Tasche!

 

PS: Details über mich, das Alter meiner Mädis, meinen Mama Blog etc. findet ihr hier.

2 Comments
  • Jenny
    Posted at 15:31h, 24 April Antworten

    Das ist wirklich mal eine fantastische und vor allem stylische Idee! Bis zum Spielplatz dauert es bei uns aktuell noch ein wenig, aber diese Tasche werde ich auf jeden Fall im Hinterkopf behalten!
    Toll was du geschafft hast und wie weit du gekommen bist…ich finde Selbständigkeit ganz toll, aber habe zu große Angst vor dem Risiko oder der Tatsache, das mir irgendwann mal die Ideen ausgehen…

    Hut ab und liebe Grüße
    Jenny von http://www.fitandsparklinglife.com

  • Sina Schwab
    Posted at 01:30h, 15 November Antworten

    Danke für diesen wirklich interessanten Blogbeitrag. Die Minibag steht mittlerweile auf meiner Wunschliste für meinen nächsten Geburtstag ganz oben. Besonders gut finde ich, diese auch um den Bauch tragen zu können, da es leider auf den Spielplätzen in meiner Nähe bereits zu Diebstählen gekommen ist.

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