Momof4 als Einzelkindmama

THROWBACK: Als Einzelkind-Mama im NIRGENDWO….

 

Interessiert es euch, wie es mir als Einzelkind-Mama gegangen ist? Habt ihr Lust mehr darüber zu erfahren? Beim Durchstöbern meines Blogs bin ich heute auf dieses Highlight gestoßen: Ich als Einzelkind-Mama in the Middle of Nowhere. Dabei gibt es ja in Vorarlberg wirklich sehr viel zu sehen, aber wo ich da gelandet bin, ist mir heute noch ein Rätsel. Einigen Vorarlbergern übrigens auch. Damals fand ich es weniger lustig, heute schon. 

Lets’s start: Ein Baby und ich…

Doch beginnen wir von vorne: Wir haben Anfang September, das damalige Einzel-Baby und ich sind erst kurz im Ländle. Der Göttergatte schon etwas länger. An diesem sonnigen Tag hat mein lieber Mann ein Trainings-Eishockeyspiel in der Grenzstadt Lustenau, das ist normalerweise nicht weit weg von Dornbirn, wo wir (damals) wohnen. Eine Autofahrt von zirka drei Kilometer auf einer vierspurigen Schnellstraße, in fünf Minuten ist man eigentlich da, bei wenig Verkehr in sechs sogar in der Schweiz. Frau braucht jedoch länger, denn sie will zu Fuß gehen, schließlich wollen das Baby und sie die frische Luft genießen. Na-dann!

Ich stapfe mit dem Kinderwagen los und gehe in Richtung Schnellstraße. Dort angekommen, denke ich mir, irgendwo muss es doch auch einen Feldweg oder eine andere Alternative geben. Ok! Ich finde eine Unterführung, gehe da durch, vorbei an einem Bauernhof. In der Zwischenzeit ruft mich mein Göttergatte an. Es ist bereits kurz vor dem Spiel, eigentlich dürfte er nicht mehr telefonieren, er will mir nur schnell ausrichten, dass seine Vorarlberger Teamkollegen meine Idee nicht wirklich „smart“ finden und ich besser wieder heimgehen sollte. Doch nix, da! Ich sehe einen Feldweg. „Was wissen schon die Einheimischen? Und die Männer überhaupt? Selbst ist die Frau!“, denke ich mir. Und siehe da: Nach dem Feldweg kommt ein kleiner Wald, der Weg geht also doch weiter! Mein damaliges Baby-Mädi wird hungrig – sogar eine Bank gibt es in diesem Wäldchen, ich kann meinen Schatz in ALLER RUHE stillen.

Die Reise geht weiter…

Mit dem satten Baby geht die Reise weiter. Ein bisschen irritiert bin ich schon, Leute habe ich lange keine mehr gesehen. Als wir aus dem Wald hinauskommen, wird mir endgültig mulmig, es gibt keinen Weg, nur eine Spur. Mit dem Kinderwagen mehr als unpraktisch, denke ich mir. Umdrehen zahlt sich jetzt trotzdem nicht mehr aus, das 2. Drittel* hat bestimmt schon begonnen. ÄHHHHH!! Augen zu und durch! Mit viel Kraft schaue ich, dass der Kinderwagen und ich weiterkommen. Einfach ist etwas anderes! Wenigstens das Baby-Mädi lacht, ihr macht die Wacklerei sichtlich Spaß. 10 Minuten später sehe ich (bereits schweißgebadet) wieder einen Wald inklusive Lichtung und hoffe, dass es dort einen Weg für uns gibt. Mehr brauche ich eh nicht (mehr).

Und: Glück gehabt! Ich kann das Baby-Mädi wieder ohne Anstrengung schieben. So wird frau bescheiden! Und siehe da, es wird noch besser – jetzt nur nicht übermütig werden – aber nach dem Wald kommt eine Straße, eine richtige, echte Straße mit Asphalt, Gehsteig usw. Ich bin erleichtert! Ein Stein mit dem ganzen Arlberg inklusive Lech und Zürs fallen von meinem Herzen! Und tatsächlich kommen uns auch noch zwei Menschen entgegen – ein Mann und eine Frau! Ich erkundige mich gleich nach der Eishalle. Sie sehen mich ein bisschen komisch an, fragen sich bestimmt, woher wir jetzt kommen. Holla, die Waldfee, ist wahrscheinlich ein Dreck gegen meinen verschwitzen und zerzausten Auftritt! Aber Schwamm drüber und siehe da: Wir sind nicht weit von unserem Ziel entfernt. „Zirka 500 Meter“, sagen sie grinsend. Beim Verstehen tu ich mir noch schwer, aber ich lerne dazu – Eishalle heißt Ishalla.

OHHHHH! Diese letzten 500 Meter sind quasi ein Spaziergang. Erschöpft und waschelnass komme ich bei der Halle an. Das Spiel ist Gott sei Dank schon längst vorbei, gut so – denn ansonsten hätte ich mich da drinnen eh nur verkühlt und bestimmt die Leute verschreckt!

In diesem Sinne tut der Abstand manchmal gut – nach fast neun Jahren kann ich darüber lachen.

* Ein Eishockey-Spiel hat drei Drittel. Keine Sorge – hab ich davor auch nicht gewusst!

PS: Details über mich, das Alter meiner Mädis etc. findet ihr hier.

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