Plötzlich schwanger

schwanger

Die magische Adventszeit hat es in sich, der Weihnachtsschmuck, die wunderschönen Lichter – wie von Zauberhand fühle ich mich wieder um zwei Jahre zurückversetzt. Denn damals war ich plötzlich – fast wie aus heiterem Himmel – schwanger. Und das nicht zum ersten, auch nicht zum zweiten, sondern zum dritten Mal!!! Und natürlich trotz Verhütung – EHRLICH!!! Im Grunde hatten wir zu diesem Zeitpunkt mit dem Kinderwunsch abgeschlossen – das Haus hatte zwei Kinderzimmer, die Kinderwägen und der Baby-Krimskrams waren verkauft beziehungsweise verschenkt und das neue (ziemlich kleine) Auto besorgt.

Ich dachte mir deshalb auch nichts, als meine Tage ausblieben. Dann musste ich allerdings für meinen ältesten Goldschatz in die Apotheke, eigentlich aus Jux nahm mich mir einen Test mit. Zu Hause angekommen, legte ich ihn vorerst in die Ecke, als ich ihn dann zwei Tage später machte, fiel ich aus allen Wolken. Zwei Striche. ZWEI STRICHE! SCHWANGER!! UND DAS ZUM DRITTEN KIND!!!

Im ersten Moment war ich geschockt, wirklich geschockt. Mit unseren zwei „Großen“ (damals zwei und drei Jahre alt) ging es von Tag zu Tag leichter – sie wurden (falls man es in diesem Alter so nennen kann) immer selbstständiger, die Nächte*, gemeinsame Ausflüge, Urlaube waren mehr oder weniger kein Problem – die Packerei mit Windeln und Co. hielt sich in Grenzen. Außerdem hatte ich vor nicht einmal einem Jahr in der Arbeit endlich wieder Fuß gefasst. Die Lage meines lieben Göttergattens war nicht minder prickelnd. Ehrlich, andere Zeitpunkte wären besser oder passender gewesen – dachte ich mir damals zumindest. Doch: Nach dem ersten Schock haben wir aus „nicht so passend“ schnell „passend“ gemacht! Und dieser ungeplante Goldschatz war das Allerbeste, was uns noch passieren konnte.

Denn heute, zwei Jahre später, funktioniert im Großen und Ganzen alles ausgezeichnet. Mit dem kleinen Liebling hat sich doch so viel und wieder auch nicht so viel geändert. Sie bereichert uns, macht uns komplett. Mit ihrem Lächeln und Willen verzaubert sie uns alle. Trotzdem lassen und ließen wir uns nicht einschränken! Wir sind mit unseren drei Augensternen mehr unterwegs oder weiter herumgekommen, als seinerzeit mit einem Kind. Beim ersten Urlaub als fünfköpfige Familie war die Jüngste fünf (!) Wochen alt. Mit dem ältesten Schätzchen fuhren wir in diesem zarten Alter höchstens zu meinen Eltern – und sie wohnen zehn Kilometer weit entfernt. Mehr wäre nicht drinnen gewesen, echt nicht! Es ist jetzt alles ungezwungener – es fühlt sich so normal, richtig und komplett an.

In diesem Sinne: drei Kinder später sieht es immer anders aus. Muss es zum Glück auch! Wie war oder ist das bei euch? Ist es mit dem zweiten oder dritten Sonnenschein ebenfalls einfacher oder weniger kompliziert? Wie läuft es bei vier oder mehr Kids? Ich bin nur neugierig 🙂

*Das hat sich eindeutig wieder geändert. Die zwei „Großen“ sind in der Nacht weitaus anstrengender als die kleine Maus.

PS: Details über mich, das Alter meiner Mädis, meinen Mama Blog etc. findet ihr hier.

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