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Reiseapotheke für Kinder – Tipps von der Kinderärztin

Langsam kommen sie, die schönen, langen Sommerferien und damit verbunden auch die langen oder kurzen Reisen, Urlaube, häufigeren Wochenendtrips oder Ausflüge. Viele – wie auch wir – waren heuer bereits unterwegs, und ihr werdet mir bestimmt recht geben, dass die richtige Reiseapotheke dabei unumgänglich ist. 

Tja, unsere kleine liebenswerte, chaotische Familie könnte mit unseren diversen angenehmen Zwischenfällen wahrscheinlich Bücher füllen – es gab schon einige Male, wo dringend ein Arzt oder eine Apotheke aufgesucht werden musste. Vielleicht könnt ihr euch noch an die alten Stories aus der Türkei oder Fuerteventura erinnern, um bei zwei konkreten Beispielen zu bleiben.

Und gerade deshalb sorge ich nun vor – ich habe mich wieder mit der lieben Pia*, sie ist ja selbst dreifache Mama und ihresgleichen auch Kinderärztin, unterhalten und sie gefragt, was in eine Reiseapotheke für Kinder gehört. „Ich muss mich selbst immer bei der Nase nehmen – es ist oft so viel einfacher, wenn man ein paar Basics in der Tasche hat“, sagt sie und rät: „Man kann die Medikamente und wichtigsten Dinge immer in einer kleinen Bag haben und sie dann bei Reisen problemlos ohne viel Firlefanz oder Sucherei in eine größere Tasche geben. Ab und zu sollten nur die Ablaufdaten überprüft werden.“

Die Basics – Reiseapotheke für Kinder

  • Sonnenschutz: Ohne Sonnenschutz geht nichts, da die Kinderhaut sehr sensibel ist, sollte ein Sonnenschutz mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30 verwendet werden.
  • Desinfektionsmittel, Pflaster, Steristrips: Wir wissen alle, wie schnell es gehen kann und schon fällt ein Schatz hin und die Wunde ist da. Mit einem Desinfektionsmittel können auch gröbere Abschürfungen rasch gereinigt werden. Und Pflaster wirken bekanntlich ja Wunder.
  • Betaisodonnacreme: Bei Entzündungen rät Pia gerne zu diesem alten Hausmittel. Das Ohr meiner ältesten Prinzessin war letztens dank ihrer neuen Ohrringe – ja, sie hat nun endlich welche… – leicht entzündet. Pia hat uns mit diesem alten Mittel weitergeholfen und am nächsten Tag war alles wieder gut und das Ohr nicht mehr rot.
  • Nureflexsaft: Habe ich eigentlich immer dabei – hilft bei hohem Fieber und ist entzündungshemmend.
  • Antihisterminika: Bei Allergien und auch so ist es ratsam, sie für den Notfall in der Reiseapotheke für Kinder und Erwachsene zu haben. So hatte ich beispielsweise vor zwei Jahren während des Italien-Urlaubes, einen unangenehmen Ausschlag. Nach der Einnahme der Antihisterminika ging es mir sichtlich besser.
  • Normolytlösung: Hilft bei Erbrechen und Durchfall. Tja, hatten wir auch schon – freilich auf einer Almhütte…
  • Antibiophilus: Zum Aufbau und zur Stärkung der Darmflora.
  • Nasentropfen: Sollten die Kleinen verkühlt sein und Ohrenschmerzen bekommen, kann fürs Erste mit Nasentropfen ausgeholfen werden. Ich verwende sie vor allem während Flügen.
  • Ohrentropfen: Wenn die Kleinen viel im Wasser sind und plantschen, sollten die Ohren ab und an eingetropft werden.
  • Augentropfen: Flüge und viel Wasser strapaziert die Augen – für den Notfall ist es wichtig, Augentropfen dabei zu haben. Schlimmeres kann beim sofortigen Eintropfen verhindert werden.
  • Insektenschutz: Gerade in der Nähe von Wasser und an lauen Abenden stechen sie zu…. Ich hasse diese kleinen, unangenehmen und lästigen Viecher – meine Lieblinge bekommen nämlich nach jedem Stich riesengroße Pusteln, die sich entzünden und anschwellen.
  • Fenistilgel: Für die Nachbehandlung von diesen unangenehmen Insektenstichen. Auch hilft das Gel bei juckenden Ausschlägen.
  • Pinzette: Für den Notfall immer bereit.

 

Natürlich schützt diese Reiseapotheke die Kleinen nicht vor allem. Sollte es schlimmer werden, ist es dennoch immer notwendig, einen Arzt aufzusuchen.

In diesem Sinne vielen Dank liebe Pia*, für die tollen Ratschläge – dennoch hoffen wir, dass wir die Reiseapotheke für Kinder nicht brauchen. 

 

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Pia Will

 

*Dr. Pia Will ist Kinderärztin in Klagenfurt und Velden am Wörthersee. Sie ist in Linz, Berlin und Baden aufgewachsen. Während der Studien- und Facharztausbildungszeit war sie in Wien und Frankreich. Zur Zeit lebt sie mit ihren drei Lieblingen (7, 9 und 14 Jahre) und ihrem Mann in Klagenfurt.

 

 

 

 

 

PS: Details über mich oder meinem Blog etc. findet ihr hier.

 

1Comment
  • Katharina Mechtner
    Posted at 00:18h, 11 August Antworten

    Es heißt Antihistaminika (von Histamin) und nicht Antihistermine.
    Abgesehen davon, dass Polyvidon-Iod eigentlich obsolet ist, heißt die Salbe (! – nicht Creme) Betaisodona und nicht Betaisodonna.

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