Rookie-Fehler im Reisebüro

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Ich und mein Fernweh. Manchmal frage ich mich wirklich, was ich mir BITTESCHÖN denke. Das ist jetzt leider Faktum! Ich habe drei Sonnenscheine und bin noch immer nicht schlauer. Vielleicht dann beim vierten Kind? Nicht, dass eines geplant wäre, aber jede andere Mama ist organisierter als ich. Tatsache! 

Seht selbst: Meine zwei großen Augensterne sind bei einer coolen Geburtstagsparty im Museum eingeladen. Anstatt den Nachmittag gemeinsam mit einer lieben Freundin, die ebenfalls drei Mädis hat und zwei dort lässt, in einem kinderfreundlichen Café zu verbringen, gehen wir mit unseren jüngsten Prinzessinnen ins Reisebüro. Ja, ins Reisebüro! Wir würden gerne zusammen mit den Kiddies für ein paar Tage günstig in den Süden flüchten und bitten eine sympathische Mitarbeiterin um Vorschläge. Unser Problem: Wir haben weder Schnuller, Spielzeug noch etwas zu essen oder trinken mit. Das vorprogrammierte Desaster sozusagen.

Tutzi, Tutzi, Tutzi“ – gefühlte hundertmal verlangt meine kleine Maus bereits in den ersten fünf Minuten ihren Schnuller, den sie so süß „Tutzi“ nennt. Ich tu es mit einem Lächeln ab, nehme sie hoch und spiele neben den Ausführungen über das beschriebene Hotel „Hoppa-Hoppa-Reiter“. „Tutzi, Tutzi, Tutzi“, es hilft nichts. Eine weitere Angestellte, die sich nur schwer auf ihre Arbeit konzentrieren kann, hat Mitleid mit unseren Kindern (und ihrer Kollegin) und gibt den Kleinen eine Plastikschildkröte zum Spielen. Natürlich stecken sich die süßen Mäuse das „Made-in-China-Zeug“ in den Mund. OJEMINEEEE!!! Beim Versuch, es den Prinzessinnen wegzunehmen, fällt es auf den Boden. Und das schmeckt dann selbstverständlich noch besser. Quasi inklusive Topping! IGGGIIIITTTTTT!!!

Doch anstatt alles zusammenzupacken, bleiben meine Freundin und ich standhaft. Der Gedanken an einen gemeinsamen Urlaub zieht uns Rabenmütter in den Bann. Unsere Mini-Schnecken übrigens auch: Sie unterhalten das gesamte Reisebüro. Zwischen „Passt das Hotel auch für Kinder?“ und „Wie warm ist es?“ läuft mein kleiner Liebling von Schreibtisch zu Schreibtisch. Und ich natürlich nach.

Ich möchte nicht wissen, was sich  die liebe Dame und der Rest der Crew denken. Kurzzeitig liegen die zwei Goldschätze sogar inmitten des Reisebüros gemeinsam am Teppich und schließen die Augen. OH MEIN GOTT! Diese unorganisierten Mütter, die unbedingt in die Sonne wollen, – der Kinderwagen wäre im Auto, das zwei Straßen weiter parkt. Schlussendlich geht es so weit, dass sich meine liebe Lause-Maus zum Schreibtisch der noch immer freundlichen und kompetenten Reisebüro-Dame pirscht, zuerst in die Lade und dann in ein Säckchen greift und ziemlich frech einen Keks klaut. Am liebsten würde ich mir standes pedes ein Loch graben und mich darin verstecken. Der eine reicht meinem Fräulein aber noch nicht, sie will mehr. Immer mehr Kekse. Die Tochter meiner Freundin natürlich auch. Bis nichts mehr da ist. ÄHHHHHHHH!*

Nach 30 Minuten beziehungsweise nachdem die beiden das Säckchen leer gejausnet haben, geben wir w. o. – wir nehmen unsere Lieblinge und gehen mit ihnen in die nächste Drogerie. Die „ach-noch-immer-so-hungrigen“ Kinder bekommen Schnuller, Hirsebällchen und ein Wasser. Das hätten wir besser davor machen sollen. Der Dame und ihren Kolleginnen bringen wir demnächst ein paar Krapfen vorbei. Diese Wiedergutmachung ist das Mindeste.

In diesem Sinne haben wir bestimmt wieder einmal einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Und alles nur, weil wir wegwollen! 

 

*Dieses ÄHHHHHH bezieht sich jetzt nicht auf die Kinder, sondern auf die Mamas 😉

PS: Details über das Alter meiner Mädis, meinen Mama Blog etc. findet ihr hier.

 

 

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