Der Schlafentzug und die Rookiefehler

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Wollt ihr wissen, wie meine letzte Nacht war? Wieder einmal: WUMMMM! WUMMMMM! WUMMMMM! Ich bin müde, verdammt müde – geschlafen habe nicht viel. Seht selbst warum und nehmt euch bitte zu Herzen, was ihr besser nicht machen solltet. Das Eine oder Andere kann nämlich vermieden, negiert oder verbannt werden. Ich hoffe nur, dass ich irgendwann selbst lerne… 

Immer diese Rookiefehler:

20.45 Uhr
Unsere Einschlafrituale gehören schleunigst modifiziert. Eine nähere Erleuterung würde jetzt aber vom eigentlichen Thema ablenken und den Rahmen beziehungsweise diese Seite sprengen, ich werde mich demnächst aber einmal ausführlich dieser Problematik widmen… Fakt ist es nämlich, dass der letzte Liebling erst knapp vor neun Uhr einschläft. By the way: mein lieber Göttergatte übrigens auch.

21.00 Uhr
Ohhh… Ich nutze die unerwartete METIME, gönne mir mit gutem Gewissen eine heiße Badewanne und blättere in der neuen Vogue!
Rookiefehler Nr. 1: Ich sollte besser auch ins Bett gehen und den Schlaf nützen.

21.30 Uhr
Herrlich… Leider bin ich noch immer nicht müde, ich checke noch schnell ein paar Mails.
Rookiefehler Nr. 2: Warum gehe ich noch immer nicht ins Bett? Der Schlaf vor Mitternacht ist ja bekanntlich der Beste.

22.30 Uhr
Endlich gehe ich ins Schlafzimmer und lege ich mich in mein Bett, ich lese noch ein paar Zeilen am E-Reader (Rookiefehler Nr. 3) und kuschle mich in mein Kissen.

23.00 Uhr (und nach etwa 20 Minuten Schlaf)
Ähhhh… Hust…. Ähhhh… Hust… Ähhhh… Mein kleiner Sonnenschein ist verkühlt, hustet und bekommt schlecht Luft. Schnell gebe ich ihr einen Nasenspray, laufe in die Küche und mache ihr ein Ölfleckchen.
Rookiefehler Nr. 4: Das hätte ich 30 Minuten früher auch schon machen können, sie war bereits vorher verkühlt und gehustet hat sie auch. Zwar nur leicht aber immerhin…

0.30 Uhr
Tapp. Tapp. Tapp. Die mittlere Zuckerpuppe kommt ins Mama-Papa-Bett, krabbelt über mich drüber und legt sich in die Mitte. Mittlerweile bin ich schon wieder froh, dass sie mich nicht in ihr Bett lotsen will und lass sie

1.30 Uhr
„Mama, Mama, Durst! Durst“ – für ein Bitte und ein Danke fehlt die Zeit beziehungsweise die Höflichkeit. Wohlweislich hat sie ihre Flasche mitgebracht. Gluck. Gluck. Gluck. Die mittlere Prinzessin trinkt ihr Wasser.
Rookiefehler Nr. 5: Sie hätte vielleicht am Abend doch keinen Grillkäse essen sollen – Pikantes macht ja bekanntlich durstig.

2.45 Uhr
Hust. Hust. Hust. „Sasser! Sasser!“ – die Kleinste ist munter. Ihr Gitterbett steht noch neben unserem Doppelbett. Ihre Flasche ist zum Glück griffbereit am Nachtkästchen.
Rookiefehler Nr. 5: Same same… Dieser Grillkäse – der gleiche Fehler mal zwei. Das nächste Mal gibt es eine Gemüsebrühe ohne Gewürze. 😉 

3.00 Uhr
Weltklasse, eine Gelse hat sich ins Zimmer verirrt und summt bei meinem Ohr.
Rookiefehler Nr. 6: Offene Fenster und Licht vertragen sich nicht so gut – zumindest nicht, wenn man von Gelsen verschont bleiben will. 

3.50 Uhr
Tapp-tapp-tapppppp. Ein anderer Ton – ein weiteres Kind. Mein großes Fräulein steht neben meinem Bett. „Mama! Mama – komm mit mir, ich mag mit dir ins andere Bett gehen. Hier ist ja überhaupt kein Platz mehr“, sagt sie. Okidoki – ich packe meine Decke (die ist nämlich wärmer) und wir zwei flüchten (mit einer Wasserflasche) ins Ausweichbett. Ohhh… Mein lieber Mann hat es bereits belegt! Scheinbar waren ihm die Wassertrinkerei, die Husterei und der Lärm zu viel. Meine Zuckerpuppe und ich kuscheln uns zu ihm.

5.30 Uhr
Ring! Ring! Ring! Der Wecker!
Rookiefehler Nr. 7: Es ist Sonntag! Nein, leider nicht, Spaß beiseite – der Wecker in Kombination mit dem Aufstehen sind an und für sich der größte Fehler überhaupt.

Fazit: Und ich bin müde, wirklich müde.

Zur Draufgabe finde ich kein Top, das gleichzeitig sauber und gebügelt ist, und auf die üblichen drei Gewand-Päckchen für meine Lieblinge habe ich blöderweise überhaupt vergessen. Die Badewanne war am Abend zu verlockend. Rookiefehler Nr. 8!!!
Schnell husche ich zum Schrank und suche eine entzückende Kombi heraus. Wohlweislich nehme ich schon ein paar „Ersatzteile“ mit.
„Das ziehe ich aber nicht an“, wehrt sich mein mittlerer Sonnenschein sofort. Sie ist offensichtlich nicht weniger müde als ich. Die Socken jucken, die eine Hose ist zu eng, die andere zu bunt und die dritte kratzt. Wenigstens für den Oberteil gibt es ein High-Five. Immerhin.
Auch die anderen zwei Damen jammern – die Sechsjährige dürfen wir ausnahmsweise komplett anziehen. „Mama, ich bin viel zu müde – bitte, bitte zieh mich an“, sagt sie. Rookiefehler Nr. 9: Verschlafen schaue ich in den Spiegel, wo mir meine Augenringe entgegen leuchten und frage mich, ob das bei einem sechsjährigen Mädchen überhaupt noch notwendig ist? Doch bevor sie im Pyjama in den Kindergarten geht, gebe ich nach. Denn das würde sie heute tun. Definitiv.

TATATATAAAAAAAA!!! Ihr werdet es jetzt nicht glauben, aber dennoch bin ich ein Glückspilz. Und ein Großer noch dazu! Mein lieber Göttergatte ist nämlich fit und ausgeschlafen. Wenigstens einer. Er erledigt alles mit viel viel Geduld. Eines nach dem anderen. Danke dafür! Hinlegen kann ich mich trotzdem nicht mehr. Vielleicht aber heute am Abend um 19.30 Uhr.

In diesem Sinne ist Besserung angesagt. Ich sollte mir meine Rookiefehler mal zu Herzen nehmen und sie einfach abschaffen und schlafen. GÄHHHHN!

 

PS: Details über mich, das Alter meiner Mädis, meinen Mama Blog etc. findet ihr hier.
PPS: Die besagte Nacht liegt schon eine Woche zurück. Heute war es aber auch nicht unbedingt besser…
Hat euch die Geschichte gefallen? Dann würde es mich sehr freuen, wenn ihr sie auf  Facebook oder Instagram liked.

4 Comments
  • Renate
    Posted at 11:52h, 30 Mai Antworten

    Wieder mal entzückend zu lesen. Meine kleine Maus ist gerade 5 Monate (schläft gerade mal drei Stunden am Stück). Ich stell mir gerade vor wie es mit zwei oder drei Mäusen wäre?!? Für mich im Moment unvorstellbar. Ich habe das Glück das wir im Moment so richtig trödeln können. Alles liebe Annika & Renate

    • verena
      Posted at 22:59h, 30 Mai Antworten

      Liebe Renate!
      Vielen lieben Dank für die lieben Worte!!! Genieße die Zeit – obwohl ich sagen muss, dass ich nicht so relaxt geklungen habe… War für mich teilweise hektischer als mit zwei oder drei… Zum Glück wächst man mit der Zeit…
      Alles Liebe, Verena

  • Sabine
    Posted at 22:53h, 30 Mai Antworten

    ? kommt mir sehr bekannt vor!!!
    20:30 Endlich schlafen alle…. Mamazeit!!!
    21:30 Große kommt ins Wohnzimmer:“Ich hab soooo Bauchweh“ D.h. Wärmekissen, Tropfen und kuscheln is angesagt. Nachdem sie bei mir auf der Couch eingeschlafen hat, geht sich noch ne halbe Stunde Mamazeit aus!
    22:30 hab unsere Große in ihr Bett gebracht und geh nun auch schlafen… Falsch gedacht… Kleinstes Mäuschen is aufgewacht und will gestillt werden ?
    23:15 Große kann in ihrem Zimmer nicht schlafen. Also… Schlafplatz wird mit Papa getauscht (und außerdem alles für eine event. nächtliche Brechattacke vorbereitet…)
    Soooo… Endlich schlafen ?
    24:00 tönt es aus dem Nebenzimmer: „Mamaaaaaa, Mamaaaaa!!! Ich spring aus dem Bett, denk mir nur „Ohhhh nein, bitte kein Magen-Darm-Virus, bitte, bitte nicht……“ Im Zimmer angekommen sitzt unsere mittlere Prinzessin im Bett und meint nur :“Ich hab Durst.“ Nachdem ich ihr ein Glas Wasser gebracht hab, fall ich ins Bett.
    Leider vergeht die restliche Nacht sehr unruhig. Große wälzt sich und weckt dadurch auch immer die Kleine auf. Ich kuschel, knuddel und halt Händchen – auf beiden Seiten?
    Aber trotzdem, genieß ich diese Zeit. Es wird nicht lange dauern, da brauchen sie uns nicht mehr (so sehr) und dann werden wir gerne auf diese innigen Momente zurückdenken…
    Also, auf viele weitere schöne Momente -und ganz viel Kraft!!!
    Liebe Grüße, Sabine

    • verena
      Posted at 22:57h, 30 Mai Antworten

      Liebe Sabine! Ich denke genau gleich wie du – in zehn Jahren werden wir nachts warten, bis sie heimkommen und werden uns diese wunderschönen nächtlichen Kuscheleinheiten bestimmt wieder herbeisehnen. Das traue ich mich zu wetten! Alles Liebe und wir sollten jetzt wirklich ins Bett gehen. Bei mir fängt es gerade wieder an, die große Prinzessin jammert über Fußschmerzen… Jetzt aber wirklich, gute Nacht, meine Liebe!

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