Sushi mit 11 (!) Kids

Sushi

Der Chaos-Tisch – DIE Draufgabe! Ja, DAS geht! Und: Es ist ja nicht so, dass ich mich im Nachhinein nicht frage, was ich mir gedacht habe – aber wenn ich das immer schon vorher machen würde, könnten wir gar nichts unternehmen und ausschließlich zu Hause herumsitzen. Da wir das aber überhaupt nicht wollen, resümiere ich halt immer erst danach. Kismet oder selber schuld! 

So auch letztens: Meine älteste Zuckerpuppe liebt Running Sushi, das ist ihr absoluter Favorit. Sie bearbeitet mich schon seit Wochen, sie will endlich wieder hin. Ich für meinen Teil kann sie sehr gut verstehen, kann es nachvollziehen. Mein lieber Göttergatte leider weniger; er isst und schmaust nämlich jedes Mal bis er übervoll-hoch-drei ist, danach will er – no-na – ein halbes Jahr lang keinen Japaner oder Chinesen mehr sehen. Mit unserer mittleren Maus ist das auch so ein Ding, offiziell liebt sie zwar Sushi und Co., inoffiziell mag sie nur die Erdbeeren – die Ananas-Stückchen, die immer gemeinsam mit den Erdbeeren im Schüsselchen vorbeiflitzen, sind ihr in Wahrheit bereits zu exotisch, die darf dann ich zwischen den Tempura- und den California-Makis schnell hinunterwürgen. Gut für den säuerlichen Geschmack!

Okidoki! Also, ein halbes Jahr ist endlich vorbei und wir können zum Glück wieder hingehen. Wir nutzen die Gelegenheit und fragen selbstverständlich auch unsere Freunde – im Endeffekt sind wir sieben (mutige) Erwachsene und elf (übermütige) Kinder!!! Ja, ihr lest recht! Schon bei der Reservierung wurden wir nicht für ganz voll genommen, sie haben uns „nur“ zwei große und zwei kleinere Tische frei gehalten. Wir lassen uns aber nicht unterkriegen, quetschen uns zu achtzehnt zusammen, tauschen kurzfristig die Kinder, tun alles, damit wir zu unserem Running Sushi kommen. Der Unterhaltungsfaktor für die Nachbartische – wenn nicht für das ganze Lokal – ist gegeben.

Den besten (oder doch nicht besten) Platz habe wohl ich – ich kann mich als eine der wenigen frei bewegen. Und deshalb habe ich die Ehre, mit den Süßen aufs WC zu gehen. Das kommt oft vor. Für mich eindeutig zu oft. Bereits nach dem vierten Mal habe ich aber genug und beschließe, dass alle eigentlich alt genug sind und alleine gehen sollten. Nur so viel: Das war eine blöde Idee! Verdammt blöd! Während ich meine zweite Portion Reisröllchen vom Laufband nehme, holt meine liebe Freundin sieben (!) Mädchen, JA SIEBEN, aus der zwei-Quadratmeter-großen Toilette heraus. Wenn sie nicht vehement geklopft hätte, wären die Goldschätze heute wahrscheinlich noch drinnen. ÄHHHHHHHH!!! Die Leute staunen nicht schlecht, als plötzlich immer mehr süße kleine Mini-Damen herausmarschieren.

Va bene – das WC ist damit abgehakt. Nachdem es kurz ruhig ist, bekommt jedoch meine kleinste Schnecke Reißaus. Sie will nicht mehr ruhig sitzen und läuft immer in Richtung Küche. Dreimal kann ich sie ein paar Meter davor abfangen – zweimal steht sie inmitten der Sushiköche und grinst. Selbstverständlich tut es ihr die 14-monatige Freundin gleich. Und als die Mamas damit beschäftigt sind, die kleinen Kinder abzufangen, dürfen die Papas die Tische und die Stühle reinigen – zwei Apfelsäfte sind nämlich dir nichts, mir nichts oder besser: wie von Wunderhand umgeflogen. Alles ist nass und klebt.

Fazit: Ich bin nur froh, dass die Japaner an und für sich so freundliche Menschen sind.

In diesem Sinne, auch im Falle eine Wiederholung, es hilft einfach nichts: Augen zu und durch! Und nicht überlegen, was sich die anderen denken könnten. Ansonsten würde ich mich zuhause eingraben. *ichgrabeschon*

 

PS: Details über mich, das Alter meiner Mädis, meinen Mama Blog etc. findet ihr hier.

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