Ein Brief an das Geburtstagskind MamaWahnsinnHochDrei

Sechs Jahre: Eine Mama-Bilanz

Manno – um im Jargon meiner Töchter zu bleiben, das war vielleicht ein Wochenende. Eine Mama-Achterbahn der Gefühle, zwischen Geburtstagsparty, Krankenhaus und Packstress. Quasi eh fast normal im Eltern-Alltag. Ich kann es aber trotz allem dennoch noch immer nicht wirklich fassen, mein kleines Baby ist sechs und ich durchlebe bereits seit sechs Jahren diese Glücksmomente! Eigentlich Grund genug für eine kurze Mama-Bilanz – inspiriert von Lulus Stern habe ich mich gefragt, was sich in diesen sechs Jahren alles für mich verändert hat. Für mich als Frau? Für mich als Mutter? Meine knappe Antwort: Viel, jedoch nicht alles!!!! Seht selbst:

Sechs Jahre Mama – die Mama-Bilanz:  

1. Lange habe ich mich gewehrt, doch spätestens nach dem dritten Kind musste ich mein geliebtes hellblaues Frauen-Cabrio hergeben. Der einzige Trost: Es bleibt in der Familie. Nun fährt mein lieber Göttergatte mit dem femininen Flitzer. *hihihihihi* Ab und an borge ich ihn mir aus.
2. Wir sind von der Stadtwohnung ins Haus am Land gezogen. Inklusive zwei (!) theoretischen Kinderzimmer, Garten, Griller und Rasentraktor. OMG!!!
3. Die Spontanität geht manchmal leider flöten. Ich bereite (fast) jeden Abend drei Gewand-Päckchen für meine Prinzessinnen vor – inklusive farblich passender Unterhemden und Strumpfhosen.
4. Und manchmal auch für mich. ÄHHHHH! OMG! Time changes…
5. Jedoch nur fast jeden Abend! Ab und zu bin ich zu faul und lasse es sein – das Chaos in der Früh ist vorprogrammiert. Wir ziehen uns gefühlte achtmal um. Leider auch ich.
6. Die Schoko darf nun heimlich genascht werden. Eine Mama isst kein ungesundes Zeug! :-) Offiziell halt nicht.
7. Beim Morgen-Make-up bin ich bereits ein ziemlicher Profi – es geht schon mit einem Kind am linken Arm und einem süßen Klammeräffchen beim rechten Bein. Gut für die Balance und den Beckenboden. Den trainiere ich übrigens auch beim Wimperncurlen. Kreisch!!!!
8. Ich bin nun ein Vorbild, ich frühstücke.
9. Aber: Ich bin ein schlechtes Vorbild – ich esse mein Brot stehend beim Zopfflechten.
10. Apropos Zöpfe: Ich mache tagtäglich fünf Frisuren. Und: Nein, mein lieber Mann kann das zum Glück alleine. Eine ist meistens ein Reinfall und darf neu gemacht werden. Theoretisch ist die Quote nicht so schlecht…
11. Ich kenne sämtliche Ärzte, Homöopathen, Osteopathen und wie-der-Kuckuck-sie-alle-heißen in Kärnten, Wien, Vorarlberg, Innsbruck, Linz und ziemlich akut leider auch die der HNO-Ambulanz im LKH Klagenfurt.
12. Job: Aus der 50-Stunden-Woche ist eine 30-Stunden-Woche geworden. OHHHHH – was mache ich nur mit so viel Freizeit???!!!
13. Ich habe es nicht geglaubt, aber es ist ein wahrer Genuss, Kindersachen einzukaufen. Die kleinen Röcke, Kleider, Hosen etc. sind soooo entzückend und niedlich. Früher stand ich mir diesbezüglich am nächsten, heute kaufe ich für die Augensterne viel viel mehr als für mich.
14. Ich habe keine einzige Nacht mehr durchgeschlafen.
15. In Österreich bekommen wir ja die Kinderbeihilfe. Vor den Lieblingen war ich mir sicher, dass allen Eltern etwas übrig bleiben muss. Träumerin!
16. Ich höre im Auto Kinderlieder und singe mit. Auch ohne Zuckerpuppen. ÄHHHHH!!! Zeit zum Ärgern über die verpasste Chance bleibt mir meistens keine.
15. OHHHHHH! Sehr wenig bis kaum Alkohol: 27 Monate-Baby-im Bauch und 25-Monate-Baby-an-der-Brust-Monate sind lange.
16. Multitasking de luxe: Ein Goldschatz will partout den gelben unauffindbaren Farbstift, der zweite den nicht vorhandenen Apfelsaft und der dritte das Buch, das im Kindergarten vergessen wurde. Manchmal frage ich mich, wo die versteckte Kamera steht.
17. Ich gehe laufen, um mit meinen Freundinnen in Ruhe zu quatschen.
18. Endlich darf ich – ohne ein Nachbarskind auszuborgen – Kinderfilme schauen. By the way: Ich liebe Frozen!!!
19. Welcome! Diese zwei hartnäckigen Augenringe sind zu meinen ständigen Begleitern geworden und nicht mehr wegzudenken. Mittlerweile habe ich jedoch dazugelernt: Ich setzte meine Sonnenbrille auf und ignoriere sie.
20. Noch etwas sehr Wesentliches darf ich nicht vergessen: Ich war mir nie und nimmer bewusst, dass ich so tief, innig, fest und bedingungslos lieben kann. Und bin unendlich dankbar für alles. Sogar für den Butterfleck am Sakko.
21. Und trotz den drei Prinzessinnen, einem lieben Mann und einem Job versuche ich, so weit es möglich ist, nicht spießig zu werden und spontan zu bleiben. Teilweise gelingt es mir: Bis gestern 17.00 Uhr wusste ich beispielsweise nicht, ob wir nach Mallorca fliegen können oder nicht. Diese doofen Ohrenschmerzen! Doch: Alles gut, die Ärzte haben grünes Licht gegeben. Liebe Grüße aus dem Süden!!

In diesem Sinne, auch wenn ich mich wiederhole: Meine Lieblinge verkürzen mir die Nächte, versüßen mir den Alltag und machen ganz nebenbei und im Vorbeigehen einen besseren Menschen aus mir. Wie ist das bei euch? Was hat sich bei euch geändert? Wie sieht eure Mama-Bilanz aus? Erweitert die Punkte!

 

PS: Details über mich, das Alter meiner Mädis, meinen Mama Blog etc. findet ihr hier.

1Comment
  • Alexandra
    Posted at 18:35h, 12 April Antworten

    find ich cool und mir aus der seele geredet, auch wenns bei mir „nur“ zwei solche herzensbrecher/innen sind :> wir mamis haben einfach an allem zu viel: geld, zeit und liebe 😀

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