Vom Knoten in der Brust…

Brust

Im Grunde müsste ich schon lange tot sein. Wenn nicht tot, dann schwer krank. Ich bin eine wehleidige Mimose, wie sie im Buche steht. Und trotzdem meide ich den Arzt, wie die Katze den Hund. Eine Schürfwunde plagt mich (und alle die mir zuhören) vier Tage lang, ein Bienenstich eine Woche. Bitte fragt mich jetzt nicht, wie ich drei so entzückende Kinder bekommen konnte – und das dazu noch auf natürlichem Weg. Da war ich offenbar immer im Hormon-Rausch, der Hexenschuss vor acht Jahren hat mich mehr gefuchst als alle drei Geburten zusammen. Tatsache!

Das ist aber noch nicht alles: Hinzukommt, dass ich ein Hypochonder bin. Ich musste sogar aufhören, Grey’s Anatomy zu schauen. Ehrlich jetzt! Nach einem in der Serie diagnostizierten Hirntumor hatte ich Kopfschmerzen. Jede Krankheit habe ich im Anschluss gegoogelt und natürlich sofort ALLE Symptome gespürt. Zum Arzt ging ich trotzdem nicht, ich habe mir lieber meine eigene Story zusammengesponnen.

Ihr fragt euch jetzt bestimmt, worauf ich heute hinaus will? Ich sage es euch gleich: Letztens habe ich zu meinem Entsetzen einen Knoten in meiner rechten Brust ertastet – er war zirka einen Zentimeter groß. Obwohl mich meine Ärztin, die ich eigentlich sehr selten aufsuche, schon länger zur Mammographie schicken wollte, habe ich dieses „Date“ immer auf die lange Bank geschoben. Nach dem Abstillen hatte ich 1.000 Ausreden. Doch NUN war es an der Zeit – ich spürte diese Verhärtung, ich rief endlich an und vereinbarte einen Termin. In der Zwischenzeit konnte ich nicht schlafen, war nervös und fragte mich, was mit meinen Kindern geschehen wird.

Dann stand ich da in diesem kahlen Raum, meine Brust wurde auf einen Teller gelegt, zusammengequetscht und durchleuchtet – die Minuten bis zum klärenden Gespräch mit dem Doktor kamen mir wie Stunden vor, ich hatte ein mulmiges Gefühl in der Magengegend, ich zitterte. Als der Arzt dann „Alles gut – nur eine Fettablagerung“ sagte, fiel mir ein Stein vom Herzen. Noch nie zuvor habe ich mich über das Wort Fett im Zusammenhang mit meinem Körper so gefreut. Doch eines schwöre ich hier und jetzt: Die nächste Mammographie werde ich nicht mehr so lange vor mir herschieben.

In diesem Sinne, meine Lieben: THINK PINK! Schauen wir auf uns! Wir haben nur eine Gesundheit! Vorsorge ist wichtig!
Hut ab vor allen Frauen und Familien, die wirklich betroffen sind! Ihr seid wahre Heldinnen! Ich umarme euch und schicke euch ganz viel Kraft!

 

PS: Details über mich, das Alter meiner Mädis, meinen Mama Blog etc. findet ihr hier.

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