Die Zeit besser einteilen oder Zeitmanagement für Mütter…. Wie oft wünschen wir uns mehr, doch der Tag hat leider nur 24 Stunden! Wir müssen aus diesen 24 Stunden das Beste für unsere Liebsten, den Job, den Haushalt, …. und vor allem auch uns selbst machen. Mamasein ist nicht immer easy und fordert seinen Tribut! Heute lasse ich euch 11 sinnvolle Zeitmanagement-Tipps hier, die mir mit den vier Kids sehr gut helfen! Nicht immer, aber immer öfters… ;-) 

Die Zeit besser einteilen

Die Kinder, die Aktivitäten der Kids (Ballett, Musik, Reiten, Fußball, ….), der Partner, der Job, der Haushalt, … – ich denke nicht nur mir als Vierfach-Mama geht es so, ich gerate in Stress, wenn es plötzlich eng und knapp wird. Doch das Verwenden von einigen Zeitmanagement-Tipps hilft hier enorm. Sie nehmen den Stress heraus und wir haben mehr Zeit für unsere Familie, Qualitytime mit unseren Partnern und – last but not least – Zeit für uns selbst, Mama-Auszeiten. 

Zeitmanagement für Mütter

#1 Organisation mit einem  Planer, Prioritäten setzen!

Obwohl ich im Grunde ein Verfechter von To-Do-Listen bin und die Not-To-Do-Listen bevorzuge, brauche ich bei vier Kids, meinem Mann und dem Job einen Plan. Allerdings versuche ich, mich davon nicht stressen zu lassen und bestimmte Dinge wie den Haushalt lasse ich hier außen vor. Eingetragen werden die wichtigen und wesentlichen Termine der Kinder sowie meine Job-To-Dos. ;-)

Wer gerne alles notiert, muss auf realistische Ziele und Prioritäten achten. Die Aufgaben, die zuerst erledigt werden müssen, sollen als Erstes getan werden. Man kann hier auch gut mit dem Energie-Level jonglieren. So nehme ich mir für gewöhnlich morgens 90 Minuten, in denen ich bewusst nach dem Prinzip Eat the Frog Sachen erledige, die ich nicht zu meinen Liebkindern zählen. Unter anderem zählen die Buchhaltung, Rechnungen und Reportings dazu. Ich schalte das Handy aus und lass mich nicht irritieren. Nach diesem Tun fühle ich mich weit aus freier.

Wer gerne kreativ ist, kann mit einem Bullet Journal beginnen, ansonsten gibt es viele tolle Planer und bestimmt für jeden einen passenden. Toll finde ich die Kalender von Achthorn (AnnaBiride).

#2 Richtig planen: Der Wochenplan

Die Woche im groben Überblick – meistens setze ich mich Sonntag am Nachmittag hin und plane die Woche. Ich schaue und organisiere, checke, wo ich Hilfe brauche, was alleine gemacht werden kann. Dabei geht es hauptsächlich um Termine mit den Kids oder um Meetings, die außerhalb der Betreuungszeit der Kinder fallen.

Will man bewusst auf eine Work Life Balance achten, die uns Mamas gut tun, dann können Auszeiten, persönliche Glücksmomente ebenso aufgeschrieben und notiert werden.

#3 Den Tag mit einem klaren Fokus starten

Nachdem ich die Woche grob organisiert habe, hilft es mir, jeden Tag mit einem klaren Fokus zu starten. Damit beginne ich, was meine Kinder betrifft, schon am Tag/Abend davor – was muss in die Schultasche, brauchen sie Turnsachen, etc.? Vieles können die großen Mädchen mit neun und zehn Jahren mittlerweile schon alleine. Ich selbst starte nach meinem Morgenritual und sobald die Kids aus dem Haus sind mit meinem Tag. Ich fokussiere mich und gebe meinen Arbeits-To-Dos täglich Prioritäten.

#4 Delegieren

Wenn es Aufgaben gibt, die die Kinder oder der Partner erledigen kann, dann hilft es zu delegieren. Ich versuche, die Kinder im Haushalt einzubinden. Diese Mithilfe kann auch spielerisch funktionieren. Die Kleinen lernen dadurch wirklich viel!

Für besondere Anlässe oder Feste wie beispielsweise der letzten Taufe habe ich meine Mama und eine liebe Freundin um Hilfe gebeten. Sie haben sich gefreut und gerne mitgearbeitet.

So können wir die Zeit besser einteilen - Zeitmanagement für Mütter

#5 „Nein“ sagen

„Nein“ sagen ist sehr schwer, ich weiß es selbst. Doch bewusster dieses Wörtchen zu verwenden, ist wichtig und tut gut. Es gelingt mir auch noch nicht immer…. Doch wir müssen nicht bei jedem Elternverein dabei sein, auch dürfen wir „Nein“ sagen, wenn die Begleitung bei einem Schulausflug sämtliche Umorganisation, Neuordnung und das Verschieben von anderen Terminen mit sich bringen würde. Nun. Ja. Oder einfach auch so, wenn wir uns damit überfordert fühlen. Das ist in Ordnung. Es bringt nichts, hektisch und stressig aus einem falschen Pflichtgefühl mitzugehen. Das Gleiche gilt für die Arbeit – wir Mütter sind im Allgemeinen sehr pflichtbewusst. Hier dürfen wir ebenfalls zu zusätzlichen Projekten „Nein“ sagen!

Ich weiß, „Nein“ sagen ist hart und enttäuscht vielleicht auch manchmal andere, doch wenn wir zu viel und zu oft „Ja“ sagen, können wir uns manchmal verzetteln und enttäuschen die anderen dann trotzdem. Lernen wir,  „Nein“ zu sagen! Es hilft uns, Grenzen zu setzen – gleichzeitig leben wir unseren Kids vor, wie man seine eigenen Grenzen setzt  – das hilft ihnen, wenn sie erwachsen sind!

#6 Vorausschauend denken

Zeitsparend für Mamas ist es ebenso, die Vorbereitungszeiten zu kürzen oder vorausschauend zu handeln. Keine Panik – das gelingt mir selbst nur selten, wenn es allerdings klappt, ist mir damit enorm geholfen. Es fängt mit der Vorbereitung des Gewandes oder des Frühstücks für den nächsten Tag an und endet beim ins Bett gehen. Die Overnight Oats sind hier ein toller Frühstücks-Tipp. Schaut euch euren Tagesablauf an, um zu sehen, was ihr hier optimieren könnt.

#7 Routinen

Routinen helfen, die Zeit besser zu managen und Energie und Stress zu ersparen. Ich weiß, ich liebe selbst die Spontanität beziehungsweise mein Mann noch mehr – aber bei vier Kids, einem Baby-Hund und einem Job wird es dadurch oft zu stressig. Eine Zeit- und Stressersparnis ist hier beispielsweise ein wöchentlicher Speiseplan. Er erleichtert den Lebensmitteleinkauf und außerdem müssen wir nicht mehr jeden Abend darüber nachdenken, was wir kochen oder vorbereiten.

Sobald eine Routine etabliert ist, ist der Kopf freier, um sich auf andere Aufgaben zu konzentrieren, sich zu entspannten und Zeit mit der Familie zu verbringen. Die Macht der Gewohnheiten ist sehr enorm, sie helfen im Mamaleben ungemein.

#8 Situationselastizität

Don’t forget – oder die perfekte Mutter  hin oder her: Wir dürfen uns jedoch nicht in Routinen und Plänen verzetteln. Situationselastizität ist das Um und Auf. Plötzlich ist ein Kind krank, hat eine Ich-WILL-das-jetzt-Phase (nicht nur bei Dreijährigen sehr beliebt) im Supermarkt oder es ist einfach so alles anders, als geplant/gedacht – wer Kinder hat weiß, was ich meine. Ratsam sind Buffer, die uns Zeit geben, mit Unerwartetem umzugehen.

#9 Karriere und Mutterpflichten

In der Theorie leichter gesagt, als getan. Doch mir war es während meines Bank-Jobs mit drei Kindern hilfreich, die elterlichen Pflichten wirklich zu Hause zu lassen, wenn ich im Büro war. Ich habe gewusst, die Kinder sind top betreut und es geht ihnen gut. Wenn ich dann nach Hause gekommen bin, habe ich die „Mama“-Mütze aufgesetzt und war dann zu 100 Prozent bei den Kleinen. Die Mails habe ich bewusst erst später gelesen – das Handy lag in der Ecke.

Hier gibt es eine ältere aber passende Geschichte dazu über eine wahre Alltagsheldin – Jana erzählt, wie sie das Kind, die Arbeit und einen kranken Mann unter einen Hut gebracht hat.

#10 Extras kochen

Eine tolle Idee von meiner Freundin und ebenso Vierfach-Mama Kathrin. Eine tolle Möglichkeit, beim Kochen Zeit zu sparen, besteht darin, das Rezept zu verdoppeln oder gar verdreifachen und die Extras für spätere Mahlzeiten einzufrieren.

#11 Alles an seinem Platz aufbewahren

Einer meiner größten Zeitfresser war die Suche nach verlorenen Gegenständen. Wo sind die Handschuhe? Wo ist das Klavierbuch? Wo ist das Ansageheft? Wo ist die Rechnung? Die Kids sind zum Teil noch zu klein, alles sofort wegzuräumen und ich habe keine 1.000 Hände. Für uns eine große Erleichterung ist ein großer Schrank im Eingangsbereich. Jedes Kind hat so seinen Bereich! Liegt beispielsweise ein Heft, ein Säckchen oder gar ein Geburtstagsgeschenk für die Freundin, die aufgrund von Corona irgendwann ihre Party hat, … herum, kommt es automatisch in den Schrank des Lieblings. Niemand versteckt – bewusst oder unbewusst – etwas oder öffnet es gar!

Für mich die beste Lösung. Ich habe schon unzählige Stunden damit verbracht, nach Gegenständen zu suchen, die ich gerade brauche, und dabei viel Zeit verschwendet.

In diesem Sinne: Nutzen wir die Zeit! 
Hast du auch Zeitmanagement-Tipps? Was hilft dir? Bitte einfach kommentieren!
Tipps für mehr Gelassenheit im Mama-Alltag findest du hier. 

Zeitmanagement Tipps für Mütter - so organisierst du den Alltag schneller

 

 

 

 

 

 

 

 

 

PS: Details über meinen Mama-Blog findet ihr hier.
So ging es uns während des ersten Lockdowns – die sechste Woche Corona.